Ansprechpartnerin für "queere" Fragen

Als Frauenverband ist es uns wichtig, die Vielfalt der Lebensmöglichkeiten zu schätzen und zu achten. Darum wollen wir auch Frauen Ansprechpartnerin sein, die z.B ihre Homo-, Bi- oder Transsexualität als Herausforderung erleben, weil sie dadurch Ablehnung und Ausgrenzung befürchten bzw. damit konfrontiert sind und sich darin geistliche Unterstützung wünschen.

Pfarrvikarin Klara Robbers aus der Gemeinde "Bottrop/Münster" hat sich bereit erklärt, bei Fragen rund um die Themen Lesbisch sein, Bissexualität und Transidente/-sexuelle Frauen und lesbische Regenbogenfamilien als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.

Dafür danken wir ihr sehr.

Klara Robbers

- geboren 1982 in Bochum

-Diplom-Theologin, Pfarrvikarin in Bottrop und Münster

-verheiratet, wohnt zusammen mit ihrer Frau im Ruhrgebiet in Herne

-sie liebt ihre Pflanzen, neue kreative Ideen und Initiativen und Begegnungen mit anderen Menschen

-Weihespruch zur Priesterinnenweihe "Hier bin ich" (der Satz mit dem viele Menschen in der Bibel auf Gottes Ruf antworten, aber mit dem auch Gott auf unser Rufen antwortet)

 

 

"Ich habe mich sehr gefreut, als ich gefragt worden bin ob ich Ansprechpartnerin für queere Frauen sein möchte und mich dann gefragt, was das denn bedeuten könne:

 

Zuerst einmal bin ich da!

Sie/ihr könnt Kontakt zu mir aufnehmen und mit mir im Vertrauen und unter Schweigepflicht reden über was auch immer Sie und euch gerade beschäftigt, z.B. Coming Out, Beziehungsprobleme, Diskriminierung oder sprirituelle Fragen.

 

Gerne nehme ich auch Themen auf, die euch beschäftigen und wir schauen,wie wir als Frauenverband uns damit auseinandersetzten, Sie/Euch dabei unterstützen können.

Vielleicht gibt es auch ein Bedürfnis sich als queere Frauen zu vernetzen "eigene" Themen zu besprechen.

 

Ich freue mich auf Gespräche mit Ihnen und Euch, telefonisch, per Mail oder auch persönlich!"

 

Klara Robbers

 

Tel.: 02323 / 5878742

E-Mail: klara.robbers@alt-katholisch.de

"Es gibt nicht mehr [...] Mann und Frau; denn ihr alle seid 'einer' in Christus Jesus." (Gal 3,28)

Es gibt Wichtigeres als unsere Geschlechtlichkeit, zuallererst geht es darum Jesus gemeinsam als Menschen nachzufolgen. Wir sind Teil einer Kirche die sich in ihrer Nachfolge Christi darum bemüht niemanden zu diskriminieren. So sind Frauen zu allen geistlichen Ämtern zugelassen und auch homosexuelle Paare können sich im Gottesdienst segnen lassen.

Zur Zeit beschäftigt sich unsere Kirche damit, wie genau sie diese Segnung sakramental verstehen will und ob es gar ein "Sakrament der gesegneten Liebe" ähnlich der Ehe für alle geben könnte.

 

Es gibt homo- und bi-sexuelle Synodale* und Kirchenvorstände*, die ganz selbstverständlich Teil unser Kirche sind und unsere Gemeinden vertreten. Doch schon die Tatsache, dass ich sie erwähne bedeutet, es ist noch nicht so normal, dass wir es nicht mehr für erwähnenswert halten. Ich erlebe einerseits wie Regenbogenfamilien selbstverständlich respektierter Teil der Gemeinde sind, ihre Kinder taufen lassen mit auf Freizeiten schicken und zu den Sakramenten. Aber es gibt auch immer noch eine gewisse Unsicherheit oder Unwissenheit bei manchen Gemeindemitgliedern, die auch zu Verletzungen führen kann. Es gehört zu unserem Selbstbild aufgeklärte und fehlbare Kirche zu sein. Doch manchmal ist das gar nicht so leicht und wir tragen noch alte Rollenbilder und Normen mit uns herum es bleibt also ein aktueller Prozess in Gesellschaft und Kirche, den wir gerne in den Blick nehmen und begleiten wollen.

 

Klara Robbers

 

 

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