baf war 1949 Gründungsmitglied des deutschen Weltgebetstagskomitees.

 

Durch die Arbeit rund um den Weltgebetstag ist baf in eine ökumenisches Frauennetzwerk eingebunden.

 

Der Weltgebetstag der Frauen (WGT) ist die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen. Das Motto lautet: Informiertes Beten - betendes Handeln

  • Weltgebetstag bedeutet: Feier eines ökumenischen Gottesdienstes in unzähligen christlichen Gemeinden weltweit.
  • Die Liturgie wird jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes verfasst
  • Datum: jeweils am ersten Freitag im März
  • Frauen bereiten den Gottesdienst vor und laden die ganze Gemeinde dazu ein
  • Intensive Vorbereitung der Gottesdienste auf allen Ebenen durch Tagungen und Arbeitshilfen

http://www.weltgebetstag.de

 

 

Ansprechpartnerin und Delegierte für baf im Deutschen Weltgebetstagskomitee:

Christine Rudershausen, Wiesbaden


Weltgebetstag 2020: Schulden in Gesundheit umwandeln

Anlässlich des Weltgebetstags 2020 aus Simbabwe sammelt das deutsche Weltgebetstagskomitee Unterschriften für die Entschuldung Simbabwes. Dadurch soll mehr Geld für medizinische Versorgung zur Verfügung stehen.

 

11.09.2019. "Ohne Moos nix los" – das gilt in Simbabwe buchstäblich. Zehn Jahre lang hatte das Land nicht einmal eine eigene Währung, die Wirtschaft ist völlig zerstört. Das Land ist dramatisch hoch verschuldet. Jahrelange Misswirtschaft, Korruption und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen führten Ende der 90er Jahre zur Zahlungsunfähigkeit. Alleine gegenüber Deutschland hat Simbabwe rund 730 Millionen Euro Schulden. "Das Land braucht einen Schuldenerlass, damit ein wirtschaftlicher Neuanfang gelingen kann und Simbabwe wieder auf die Füße kommt“, sagt Dr. Irene Tokarski, Geschäftsführerin des deutschen Weltgebetstags.

 

Mit einer Unterschriftenaktion fordert der Weltgebetstag von der deutschen Bundesregierung, auf einen Teil der Rückzahlung zu verzichten. Unterschreiben können Unterstützende bis 30. April 2020 bei Veranstaltungen und Gottesdiensten zum Weltgebetstag am 06. März 2020 oder online.

 

Zugang zu Medikamenten schaffen

Laut dem deutschen Haushaltsgesetz können bis zu 150 Millionen Euro Schulden erlassen werden, wenn die Regierung des Schuldnerlandes im Gegenzug Geld in Entwicklungsprogramme investiert.

 

HIV/AIDS und Tuberkulose sind ein großes Problem in Simbabwe. Der "Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria" ist ein internationaler Zusammenschluss zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Ihm fehlen rund 176 Millionen US-Dollar (ca. 157 Millionen Euro) für Gesundheitsprojekte in Simbabwe. Deshalb soll die Kreditrückzahlung in diesen unabhängigen Fonds zur Förderung von Gesundheitsprogrammen fließen. "Eine Schuldenumwandlung könnte einen spürbaren Beitrag für die vielen Menschen leisten, die aus Armutsgründen keinen Zugang zu Medikamenten haben", sagt Sylvia Herche, Sprecherin des deutschen Weltgebetstagskomitees.

 

Die Programme des Global Fund werden zusammen mit Organisationen der simbabwischen Zivilgesellschaft ausgewählt und umgesetzt. "Die direkte Verknüpfung von Schuldenerlass und Gesundheitsinvestitionen im Rahmen einer Schuldenumwandlung ist eine Möglichkeit sicherzustellen, dass nicht staatliche Stellen exklusiv über die Mittel verfügen", erklärt Kristina Rehbein von erlassjahr.de.

 

Das Bündnis hat die Unterschriftenaktion für Simbabwe zusammen mit dem Deutschen Komitee des Weltgebetstags erarbeitet. Es kämpft für faire Finanzbeziehungen zwischen reichen und armen Ländern, insbesondere für ein geordnetes Insolvenzverfahren für hochverschuldete Staaten.


Simbabwische Organisation unterstützt die Aktion
Auch in Simbabwe wird die Aktion befürwortet: Die Zimbabwe Coalition on Debt and Development setzt sich für einen internationalen Schuldenerlass für Simbabwe ein.
Weitere Unterstützer der Aktion sind die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika und Oikocredit (Norddeutschland und Bayern). Daneben stärken die Unterschriftenaktion Mitgliedsorganisationen des Weltgebetstags: die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland, der Bund alt-katholischer Frauen, die Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine, die Evangelischen Frauen in Deutschland, das Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, das Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche, die Heilsarmee in Deutschland, der Katholische Deutsche Frauenbund und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands.


Vorbereitungsmaterial ab September erhältlich
Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst wird jedes Jahr am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. 2020 steht der Weltgebetstag unter dem Motto "Steh auf und geh!" und kommt von Frauen aus Simbabwe. Die Materialien zur Vorbereitung des Weltgebetstags 2020 sind ab 17. September 2019 erhältlich.


Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion und Online-Petition: https://weltgebetstag.de/aktionen/gesundheit-statt-schulden/
Onlineshop: https://www.eine-welt-shop.de/weltgebetstag


2019: Weltgebetsland Slowenien

 "Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
"Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Weltgebetstag der Frauen am 1. März

 

"Kommt, alles ist bereit": Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 laden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019. Ihr Gottesdienst entführt uns nach Slowenien, in das Naturparadies zwischen Alpen und Adria. Und er bietet Raum für alle. Es ist noch Platz – besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Die Künstlerin Rezka Arnuš hat dieses Anliegen in ihrem Titelbild symbolträchtig umgesetzt. In über 120 Ländern der Erde rufen ökumenische Frauengruppen damit zum Mitmachen beim Weltgebetstag auf.

 

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner*innen sind knapp 60 Prozent römisch-katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat; dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

 

In diesem Jahr unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.