baf war 1949 Gründungsmitglied des deutschen Weltgebetstagskomitees.

 

Durch die Arbeit rund um den Weltgebetstag ist baf in eine ökumenisches Frauennetzwerk eingebunden.

 

Der Weltgebetstag der Frauen (WGT) ist die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen. Das Motto lautet: Informiertes Beten - betendes Handeln

  • Weltgebetstag bedeutet: Feier eines ökumenischen Gottesdienstes in unzähligen christlichen Gemeinden weltweit.
  • Die Liturgie wird jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes verfasst
  • Datum: jeweils am ersten Freitag im März
  • Frauen bereiten den Gottesdienst vor und laden die ganze Gemeinde dazu ein
  • Intensive Vorbereitung der Gottesdienste auf allen Ebenen durch Tagungen und Arbeitshilfen

http://www.weltgebetstag.de

 

 

Ansprechpartnerin und Delegierte für baf im Deutschen Weltgebetstagskomitee:

Christine Rudershausen, Wiesbaden


Ökumenischer Aufruf zum Weltgebetstag 2019:

Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl

Elf Mitgliedsorganisationen aus verschiedenen christlichen Konfessionen laden gemeinsam ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019 und beten für die eucharistische Tisch-Gemeinschaft.

 

12.02.2019. Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Elf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen dezentralen Gottesdiensten zum Weltgebetstag 2019 am 1. März 2019 ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist auch ein eindrücklicher Appell für ein gemeinsames Abendmahl aller Konfessionen.

 

Ökumenischer Aufruf:

"Kommt, alles ist bereit!“: Unter diesem Thema laden unsere Organisationen verschiedener christlicher Konfessionen in ganz Deutschland rund um den 1. März 2019 zu ökumenischen Gottesdiensten ein. Die Gebete, Texte und Lieder haben in diesem Jahr Frauen aus Slowenien verfasst. Für Christinnen und Christen überall auf der Welt sind ihre Worte auch die Einladung zur eucharistischen Tisch-Gemeinschaft, die wir immer noch nicht mit allen Konfessionen gemeinsam feiern können.

 

Deshalb gilt unser Gebet in diesem Jahr besonders dem gemeinsamen Abendmahl der Christinnen und Christen, so wie es uns Jesus selbst aufgetragen hat:

Ich bete darum, dass alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. (Joh 17, 21)

 

Die Trennung der Konfessionen am Tisch des Herrn ist für die im Weltgebetstag engagierten Frauen ein unerträglicher Zustand, denn sie stellt die Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Frage.

 

Wir rufen auf, mit uns rund um den 1. März 2019 zu beten für das gemeinsame Abendmahl und für eine gerechte Welt, in der alle Menschen mit am Tisch sitzen – unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung und Religion. Vertrauen wir auf die Kraft des Gebets.

 

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG)

Lydia Ruisch, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf)

Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V.

Annette Grabosch, Sprecherin, Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland

Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V.

Kommandeurin Marie Willermark, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöR

Benigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine

Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelischen Frauen in Deutschland e.V.

Kerstin Pudelko-Chmel, im Namen der Vorsitzenden des Frauenwerkes der Evangelisch-methodistischen Kirche

Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V.

Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

 

Hintergrund: Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen

Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. Im Jahr 2018 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Surinam Spenden und Kollekten von über 2,5 Mio. Euro zusammen. Neben der internationalen Weltgebetstagsbewegung wurden mit diesem Geld 58 Frauen- und Mädchen-Organisationen in 26 Ländern gefördert.

 


Weltgebetsland Slowenien

 "Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
"Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Weltgebetstag der Frauen am 1. März

 

"Kommt, alles ist bereit": Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 laden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019. Ihr Gottesdienst entführt uns nach Slowenien, in das Naturparadies zwischen Alpen und Adria. Und er bietet Raum für alle. Es ist noch Platz – besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Die Künstlerin Rezka Arnuš hat dieses Anliegen in ihrem Titelbild symbolträchtig umgesetzt. In über 120 Ländern der Erde rufen ökumenische Frauengruppen damit zum Mitmachen beim Weltgebetstag auf.

 

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner*innen sind knapp 60 Prozent römisch-katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat; dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

 

In diesem Jahr unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.