Aktuelles

 

Hier sind finden Sie aktuelle Meldungen des baf . Wenn Sie weitere Informationen möchten oder Informationen zu einer neuen Meldung abgeben möchten, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Ökumenischer Frauengottesdienst beim Katholikentag 2022

Im Rahmen des Katholikentags in Stuttgart ludt der Christinnenrat am 28. Mai zum Ökumenischen Frauengottesdienst zum Thema "Träume leben - Hoffnungen teilen“ in die Domkirche St. Eberhard ein.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand der Text aus Apostelgeschichte 2, 14-21 mit Auslegungen und Zeugnissen von Sylvia Herche, Viola Kohlberger, Doris Köhncke und der alt-katholischen Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab.

Hier ein Rückblick von Brigitte Glaab:

 

"Der Gottesdienst begann mit einer Herausforderung, da die Gruppe, die vor uns die Kirche nutzte, weit überzogen hatte. In Windeseile musste alles vorbereitet, dekoriert und die Technik aufgebaut werden. Doch dann kehrte Ruhe ein, die Band Effata unterstützte mit ihrer Musik und die Vorbereitungsgruppe, die sich bislang nur per Zoom getroffen hatte, gestaltete den Gottesdienst in gutem Einklang.


Die Texte hatten Leuchtkraft - so sagte es eine Teilnehmerin. Besonders beeindruckend fand sie, "dass alles auf Augenhöhe lief, sowohl unter den Mitwirkenden als auch im Kontakt zu den Mitfeiernden."

 

Für mich war es eine beeindruckende Erfahrung wie ökumenische Zusammenarbeit unter Frauen gelingen kann."

 

Ein ausführlicher Bericht von Brigitte Glaab erscheint in der Kirchenzeitung Christen heute kann hier heruntergeladen werden.

 

SCHÖNHEIT - FÜLLE - WUNDER


Mit einer eigens für den Katholikentag gestalteten Fotoausstellung (Bilder& Lyrik) möchte Angi Baur die Schönheit der Schöpfung und die bunte Fülle des Lebens zeigen. Jede einzelne Blüte ist ein kleines Wunder!


Die Bilder & Text sind noch bis zum 10. Juli 2022 im Ökumenesal der alt-katholischen Kirche Stuttgart zu sehen.


Rückblick auf den baf-Oasentag "Und ein neuer Morgen bricht an"

Am ersten Freitag im Mai empfing Schmerlenbach 15 Frauen mit der gewohnten Herzlichkeit zum baf-Seminar mit dem Titel "Und ein neuer Morgen bricht an“.

 

Frühsommerwetter, sich endlich mal wieder in Präsenz treffen, viele schöne Begegnungen, tiefe Gespräche, in Stille zu sich selbst finden und ein Bibeltext, der seine Tiefe erst nach und nach offenbarte sowie ein Gottesdienst, in dem stärkende Gemeinschaft spürbar wurde, …..

 

Dies alles sind nur ein paar der Eindrücke des rund rum gelungenen Wochenendes mit Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab und Bibilodramaleiterin Christine Rudershausen, das Anfang Mai in Schmerlenbach stattfand. Die Fülle in unserem Leben, mit der wir uns beschäftigten, wurde während des Oasentags in vielen Dingen spürbar.

 

Ein ausführlicher Bericht erscheint in der Juli-Ausgabe der Kirchenzeitung Christen heute und kann hier nachgelesen werden. Impressionen zeigt die Bildergalerie.


baf-Vorstand tagt - Besuch von Bischof Matthias

Bei der letzten baf-Vorstandssitzung war Bischof Matthias zu Gast. Das gegenseitige Kennenlernen sowie die Stärkung der Verbindung zwischen baf, Bischof und Synodalvertretung waren Themen. Es war ein sehr entspannter und vertrauensvoller Austausch. Danke an Bischof Matthias!


Einladung zum Frauensonntag am 15. Mai 2022 zum Thema "Aufbruch wagen"

Wir   haben   das   Thema   des   Jubiläums   "100   Jahre   Frauensonntag"   noch   einmal aufgegriffen, weil es uns passend und auch notwendig erschien in dieser Zeit, in der wir gute Wege   für   die   Zukunft   und   im   Miteinander   brauchen.


Und so laden wir ein, am 15. Mai am Frauensonntag neu aufzubrechen, Visionen zu entwickeln und erste Schritte zu deren Verwirklichung zu wagen. Vielleicht kann es auch ein Aufbruch sein, die   Eucharistiegebete,   die   für   die   Frauensonntage   erarbeitet   werden,  auch übers Jahr ab und an zu verwenden.

 

Der Materialdienst zur Vorbereitung des Gottesdienstes wird mit dem nächsten baf-Newletter verschickt sowie allen Pfarrämtern im Bistum zur Verfügung gestellt.


Brigitte Glaab, Anne Schomburg und Christine Rudershausen im Namen des baf-Vorstands


Verabschiedung und Begrüßung

Unsere langjährige Rechnerin Margit Müller hat sich ihren "baf-Ruhestand“ redlich verdient, denn auf Bitten des baf-Vorstandes hatte sie den Posten der Rechnerin zwei Jahre länger ausgeübt, als sie eigentlich vorhatte. Wir hoffen, dass wir Margit bei der diesjährigen Jahrestagung im Oktober gebührend feiern und verabschieden können.


Liebe Margit, für die vielen, vielen Jahre der zuverlässigen Arbeit als Rechnerin sind wir Dir unendlich dankbar. Wir konnten uns immer auf dich verlassen. Du hast unsere baf-Finanzen mit Sachverstand, Freundlichkeit und Genauigkeit verwaltet. Was für ein Segen für baf!


Schon jetzt übernimmt Conny Eberhardt-Wickert den Posten der Rechnerin. Darüber sind wir sehr froh, da auch durch die räumliche Nähe eine gute Übergabe gesichert ist. Vielen Dank Conny, dass du dich bereit erklärt hast, diese Aufgaben zu übernehmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir.


Neues aus dem baf-Vorstand

Vom 28. bis 30. Januar 2022 hatte der neue baf-Vorstand seine kostituierende Sitzung in Ritschweier. Sie fand erstmalig seit zwei Jahren wieder in Präsenz, bzw. im Hybridformat statt, da eine Vorstandsfrau nur per ZOOM teilnehmen konnte. Unterstützt und begleitet wurde der Vorstand auch von unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab.

 

Es wartete eine lange Tagesordnungs-Liste und sehr viel Neues auf die acht Frauen. Doch frisch gingen sie ans Werk, machten sich miteinander vertraut und konnten schließlich konstruktiv und effektiv zusammen arbeiten. In dieser konstituierenden Sitzung wurde Lydia Ruisch zur
1. Vorsitzenden des baf gewählt und Sabine Lampe zu ihrer Stellvertreterin. Anschließend wurden die verschiedenen Aufgabengebiete des Vorstands neu verteilt und die gesamte Jahresplanung bedacht. Für die kommende Jahrestagung konnte schon mit Freude kreativ "gesponnen“ werden.

 

Am Ende freuten sich alle über das wohltuende Miteinander. Die Grundlage für eine gute gemeinsame Zeit und Arbeit war geschafft. Vor lauter Freude über eine Präsenzveranstaltung hatte auch die gute Seele des Hauses, Schwester Dominika, die Frauen mit einem Verwöhnprogramm und Schwarzwälder-Kirschtorte gestärkt. Tja, und nach der Sitzung ist ja meist schon wieder vor der Sitzung;-)

Alle baf-Frauen wünschen Euch weiter genügend Raum und Zeit der Einarbeitung, Ruhe und Geduld, wenns ruckelt, und immer wieder Stärkung durch die ganze baf-Gemeinschaft.

Schön, dass der Neuanfang so gut gelungen ist.

 

Benedikta Klein


Rückblick auf die 41. baf-Hauptversammlung

Und wieder eine Premiere! Die erste Online baf-Hauptversammlung!

Ein außergewöhnliches Ereignis in der 109-jährigen Geschichte von baf fand am Abend des Erntedanktages, am 3. Oktober statt: eine Hauptversammlung mit Vorstandswahlen und weiteren, wichtigen Beschlussfassungen ganz über Internetpräsenz. Natürlich fehlten die persönliche Nähe, der Austausch in Beratungspausen, die vielen kleinen Elemente, die für so ein Treffen im Normalfall den Begegnungsrahmen ausmachen, doch dank hervorragender
Vorplanung und technischer Unterstützung war die Hauptversammlung trotzdem gut durchzuführen und wurde zu einem lohnenden Abend für alle Beteiligten. Es hat alles super geklappt. Nun aber der Reihe nach: Nach der Begrüßung haben Lydia Ruisch und Benedikta Klein mit einer lebendigen PowerPoint-Präsentation vom bunten Leben des baf in den letzten 2 Jahren  berichtet. Hier ein kurzes Blitzlicht auf die Fülle der erwähnten Aktivitäten und Themen:

  • Letzte Präsenz-Jahrestagung 2019 in Schmerlenbach mit dem ungeahnt vorausschauenden Thema "Heilwerden, ein Sehnen tief in uns“
  • 2020: erste Online Jahrestagung
  • 2020: Jubiläum 100 Jahre Frauensonntag und zugehörige Kerzenaktion
  • unter dem großen Stichwort "In Verbindung bleiben" ab Dezember 2020 monatliche
    baf-Online Angebote
  • 31 Newsletter im neuen Format
  • Hoffnungswege in der Fastenzeit und zu Ostern
  • viele Online Vorstandsitzungen zusammen mit unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab
  • viele Artikel in "Christen heute", häufig verfasst von Brigitte Glaab
  • Homepage - und Facebookbetreuung
  • finanzielle Unterstützung des Projektes "start somewhere" und des WGT

Noch vieles mehr wurde aufgezählt und ließe sich hier anführen, aber das würde den Rahmen dieses Berichts sprengen; und am Eindrücklichsten ist und bleibt es, baf live zu erleben.

 

Es war beeindruckend zu erfahren, wie viele Frauen unseren baf engagiert mitgestalten und den baf-Vorstand kräftig unterstützt haben: Brigitte Glaab in ihrer Funktion als Frauenseelsorgerin, Margit Müller als Rechnerin, Esther Klein und Judith Lampe als Hosts bei den Online-Veranstaltungen, Judith Lampe als Verantwortliche für die Homepage, Christina Hempel als Verantwortliche für Facebook, Benedikta Klein und Esther Klein als Verantwortliche für den
Newsletter, Christine Rudershausen als Delegierte beim WGT und Constanze Spranger als Delegierte beim ÖFCFE. Der große Applaus für dieses vielfältige Engagement war sogar in der Online-Versammlung laut zu hören.

Im Anschluss ging es dann um die Finanzen der letzten drei Jahre. Margit Müller stellte die Jahresabschlüsse vor und wurde vom Vorstand entlastet. Es folgten die Berichte von Christine Rudershausen als Delegierte beim WGT und von Constanze Spranger als Delegierte beim ÖFCFE.

Download
Hier zum Download: der ausführliche baf-Jahresbericht 2021
baf Synodenbericht 2021.pdf
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baf-Vorstandswahlen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des baf-Vorstandes. Große Veränderungen waren diesmal zu erwarten, denn vier sehr engagierte und langjährige Mitgliedsfrauen des Vorstandes standen nicht mehr zur Wahl (Anneliese Harrer, Benedikta Klein, Ingrid Katzenbach
und Heike Peschke). Im Vorfeld war es eine Herausforderung, so viele neue Kandidatinnen zu finden. Aber es gelang.

 

Und so konnte die Wahl ohne zähe letzte Kandidatinnensuche vor sich gehen. Mithilfe digitaler
Programme, ausgesucht von Sonja Harrer und perfekt aufbereitet und durchgeführt durch Esther Klein, war es möglich, sicher und rechtsgültig die Wahl durchzuführen.

 

Nach der Endzählung konnte das Ergebnis mitgeteilt werden: In den neuen Vorstand gewählt wurden Lydia Ruisch, Sabine Lampe, Ingeborg Hempel, Anne Janoschek, Felicitas Schmid, Anne Schomburg und Friedlinde Ruisch.

 

baf-Mitgliedsbeitrag

Nach der Vorstandswahl stand die Neufestlegung des baf-Mitgliedbeitrags an. Mehrere Möglichkeiten wurden vorgestellt. Schließlich wurde mit einer 2/3 Mehrheit im 3. Wahlgang folgende Lösung beschlossen:
Der baf-Jahresbeitrag beträgt von jetzt an 15,-€ für Einzelmitglieder, bzw. 5,-€ als reduzierter Beitrag für Frauen in Frauengruppen /-kreisen/-vereinen.

 

Am Ende der Versammlung konnte festgestellt werden, dass alle angesetzten Themen und Tagesordnungspunkte behandelt und entschieden waren. Mit dem Verlauf der diesmaligen, ungewöhnlichen Hauptversammlung waren wohl alle sehr zufrieden. Es war ein lebendiger, spannender Abend.


Sabine Lampe


101 Jahre Frauensonntag

Unter dem Motto "Du stellst meine Füße auf weiten Raum – Horizonte tun sich auf“ wurde in diesem Jahr das 101 Jubiläum des baf-Frauensonntags in den Gemeinden des alt-katholischen Bistums gefeiert.

 

Als Zeichen der Verbundenheit haben uns viele Fotos der Jubiläumskerzenaktion "Kerzen-Schiffchen" aus den Gemeinden erreicht. Ein herzliches Dankeschön für all die kreativen und bereichernden Beiträge.


Der Frauensonntag wurde im Jahr 1920, also vor 101 Jahren das erste Mal in unserem Bistum gefeiert. Die Frauen, die ihn damals initiiert haben, wünschten sich, dass ihr Beitrag in der Kirche und den Gemeinden gesehen, anerkannt und gewürdigt wird. Darum haben sie sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass diesem Anliegen in einem eigenen Gottesdienst im Jahr Raum gegeben wird. Inzwischen bietet der Frauensonntag eine besondere Chance, im Gottesdienst Themen aus der Sicht von Frauen in den Mittelpunkt zu stellen und ganzheitliche Impulse im Gemeindegottesdienst zu setzen.


baf gratuliert: Anja Goller wird 1. Generalvikarin

Bischof Dr. Matthias Ring ernennt die Priesterin Anja Goller (Bonn) zur neuen Generalvikarin. Sie wird ab 1. September als Generalvikarin die ständige Stellvertreterin des Bischofs sein. Damit ist sie die erste Frau in dieser Position in der rund 150-jährigen Geschichte der alt-katholischen Kirche.

 

Anja Goller (42) ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie hat in Köln Pädagogik und in Bonn alt-katholische Theologie studiert. In dieser Zeit gehörte sie mehrere Jahre dem Vorstand des Bundes alt-katholischer Jugend (baj) an. 2008 wurde sie während ihres Vikariats in Frankfurt zur Priesterin geweiht. Von 2011 bis Ende Juni 2020 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Alt-Katholischen Seminar der Universität Bonn tätig. 2012 wurde sie zur Dozentin für Katechetik am Bischöflichen Seminar ernannt. Gleichzeitig hat sie als Priesterin in der Bonner Gemeinde mitgearbeitet.


baf fragt – Priesterinnen und Diakoninnen antworten

Als baf (bund alt-katholischer frauen) liegt uns die Frauenordination besonders am Herzen und wir sind froh und stolz, dass Frauen in unserem Bistum ihrer Berufung folgen können und als Priesterinnen und Diakoninnen ihre Begabungen und Sichtweisen einbringen. Dies noch mehr sichtbar zu machen ist uns ein Anliegen!

Als baf-Vorstand haben wir wir deshalb alle unsere Priesterinnen zu einem kleinen Interview mit drei Fragen eingeladen.

Wir haben uns vorgestellt, dass wir jede geweihte Frau einladen, mit einem Portraitfoto, einem kleinen Steckbrief und ihren (kurzen) Antworten zu den Fragen für alle Leser:innen sichtbar und ein wenig spür- und erlebbar zu werden. Das Ziel ist, die ganze Fülle und Vielfalt der ordinierten Frauen in unserer Kirche erahnen zu lassen. Das Ergebnis ist in unserer Kirchenzeitung Christen heute (Mai 2020) erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

Wir danken allen Priesterinnen und Diakoninnen, die sich die Zeit genommen haben, uns zu antworten!

Lydia Ruisch


Frauenordination: Als Exotin in wohltuender Normalität arbeiten

Alexandra Caspari ist vor 15 Jahren zur Priesterin geweiht worden und betreut und leitet heute die Gemeinde Augsburg. In der Kirchenzeitung Christen heute erzählt sie, wie sie ihre Arbeit als Priesterin in der alt-katholischen Kirche wahrnimmt.

 Der Beitrag kann hier herunter geladen werden.


Aufbruch wagen - 100 Jahre Frauensonntag

Vor 100 Jahren meldeten sich Frauen in unserem Bistum zu Wort und beantragten einen jährlichen Frauentag, an dem ihre Anliegen bedacht und gefördert werden sollten. So wurde 1920 der Frauensonntag eingeführt.

 

Mit dem Jubiläum 100 Jahre Frauensonntag wollen wir den Schwung, die Energie und die Willenskraft der Frauen aus den damaligen Frauenvereinen aufnehmen und ihn ins Heute weitertragen. Als wir uns im Januar entschieden, das Jubiläumsjahr unter das Thema "Aufbruch wagen" zu stellen, wussten wir noch nicht, dass wir uns kurze Zeit später in einer solchen Ausnahmesituation befinden würden, die in der Tat Veränderungen des Gewohnten von uns fordert.

 

Wir kamen auf dieses Motto durch die Überlegung, dass wir vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen stehen. Dass in Landwirtschaft, Wirtschaft, Energiewirtschaft usw. Veränderungen unbedingt nötig sind. In der Gesellschaft und langsam auch in der Industrie sahen wir ein neues Bewusstsein im Entstehen, was sich zum Beispiel an der Einstellung zum Thema Klimawandel zeigte. Da war eine positive Umbruchstimmung zu spüren. Das ist natürlich im Moment alles in den Hintergrund getreten angesichts der Herausforderungen, die sich durch die Corona-Krise stellen. Dennoch wird uns all das in Zukunft weiter beschäftigen müssen.

 

Wir sind als Kirche Teil der Gesellschaft und stehen damit vor den gleichen Herausforderungen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche Rolle Kirche in Zukunft spielen kann. Der gesellschaftliche Wandel macht vor den Kirchen nicht Halt. Auch sie müssen bereit sein, Veränderungen zuzulassen.

 

Den gesamten Text von unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab sowie weitere Infos zum Frauensonntag-Jubiläum 2020 gibt es hier.


Über Gefühle in Krisenzeiten

Ein Ereignis, das so einen umfassenden Einfluss auf unseren Alltag hat wie der SarsCov2 Virus ist für die meisten von uns eine völlig neue Erfahrung. Ein kompletter Stillstand in weiten Teilen der Welt, Angst vor Krankheit und Tod, wirtschaftlicher Unsicherheit und Not durch ein unsichtbares Etwas, das uns bedroht.


Auf eine solche Situation mit Angst zu reagieren ist völlig normal und menschlich.
Denn der Verlust von Normalität und Sicherheit ist einschneidend. Mit der Ungewissheit umzugehen was noch kommen mag, ist vielleicht eine der größten Herausforderungen gerade.
Auf Verluste reagieren wir nicht nur mit Angst, sondern auch mit Traurigkeit und Trauer. Denn wir müssen Liebgewonnenes loslassen und das ist schwer.


Der Trauerzyklus, den Elisabeth Kübler-Ross beobachtet hat, kann uns vielleicht eine Orientierung geben. Er erklärt warum wir uns so fühlen, oder auch warum andere Menschen z.B. mit Verleugnung reagieren. Diese Phasen sind nicht linear, häufig pendeln wir zwischen ihnen hin und her. Vielleicht werden wir sogar hin und her geworfen zwischen Ihnen wie in einem Boot auf den Wellen in stürmischer See.

Vielleicht tut es gut Dich daran zu erinnern, dass Du nicht allein bist und wir alle das gerade gemeinsam erleben? Vielleicht tut es auch gut, es ab und zu einfach Mal auszusprechen?
Ich bin traurig. Ich habe Angst.

Und Dich zu verbinden mit Dir lieben Menschen, Tieren, Bäumen, Pflanzen, mit Deinem Vertrauen in Gott und der wunderbaren Natur?

Wir wünschen Dir, uns und allen die Achtsamkeit, Liebe und Kraft, mit allem was (bei uns und anderen) auftaucht, liebevoll, freundlich und mitfühlend umzugehen.

In herzlicher Verbundenheit
Eure baf Frauen

Lydia Ruisch


baf-Umfrage zur Frauenarbeit: Die Ergebnisse im Überblick

Der Bund alt-katholischer Frauen Deutschlands, baf, hat 2018 eine ausführliche Umfrage zum Thema "Frauenarbeit" durchgeführt. Zum Mittun und zur Beantwortung waren Frauen eingeladen über Internet und Tagungen, über Postversand und persönliche Befragung. "Ist Frauenarbeit noch zeitgemäß?" war der Kern der Umfrage, der dann durch weitere Detailfragen ausgefaltet wurde.

 

Die Resonanz war überraschend stark und vor allem sehr engagiert und deutlich. Die Antworten wurden in den seltensten Fällen lapidar oder mit "ja" oder "nein" gegeben, sondern vielfach ausführlich begründet. Natürlich haben vor allen Dingen solche Frauen geantwortet, denen die Kernfrage ein Anliegen ist, aber trotzdem war die Klarheit und Entschiedenheit der allermeisten Antworten so nicht vermutet worden.

 

"Brauchen wir heute noch Frauenarbeit?" Diese Frage wurde in überwältigendem Maß bejaht. "Mehr denn je", "auf jeden Fall", "unbedingt und ganz bestimmt" waren die Antworten. Und es wurde auch in der Folge deutlich gemacht, worin nach Ansicht der Befragten der Wert einer solchen Frauenarbeit liegt.

 

Was ist das Unterstützende für Dich oder für Sie in der Frauenarbeit? Ausgeführt wurde in den Antworten, dass Frauenarbeit die Möglichkeit eines Schutzraumes bietet, in welchem Solidarität und Beheimatung gewährt werden. Unter "Herzensbildung" wird zudem das Teilen von Lebensweisheiten, Gefühlen und Erfahrungen, über Generationen hinweg, verstanden. Es wird eine Sprache gesprochen, die verständlich und teilbar ist. Sorgen können offen benannt werden, Verletzungen und Hoffnungen, auch Glaubensfragen.

 

Als wichtige positive Erfahrung in der Frauenarbeit wurde oft die Anregungen zur persönlichen und gemeinschaftlichen Weiterentwicklung benannt, sowie erfahrene Anerkennung. Dies gilt vor allem für das persönliche Erleben und den individuellen Ausdruck des Glaubens und der Spiritualität mit allen Sinnen: ob in Gemeinschaft oder alleine, beim Weinen oder Lachen, in der Meditation oder beim kreativen Gestalten.

 

Als unterstützend wird auch der Bildungsaspekt wahrgenommen. Dieser findet Ausdruck im offenen Zugang zu Informationen auf gesellschaftlicher und kirchlicher Ebene. Die Frauen profitieren davon, dass sie sich über Glaubensfragen oder Inhalte der Bibel aus weiblicher Sicht austauschen und Aspekte feministischer Theologie kennenlernen können.

 

"Was sollte heute, denkst Du, die Aufgabe von kirchlicher Frauenarbeit sein?"
Das beantwortete die Mehrheit mit dem Wunsch nach Stärkung und Unterstützung der Einzelnen in gesellschaftlicher, persönlicher und religiöser Hinsicht. Weiterhin: ein Selbstbewusstsein zu ermöglichen, kritisch mit der weitgehend männerdominierten Deutung des Lebens umzugehen, eigene Stärken zu entwickeln und auch in persönlichen Benachteiligungen und Notlagen den Mut nicht aufzugeben. Aufgabe von kirchlicher Frauenarbeit müsste sein, Frauen mit ihrer Sichtweise auf Glauben und die Person Jesu eine Stimme zu geben und Sensibilität zu schaffen für Frauen und ihre Themen. Die Sprache der Liturgie sollte aufgebrochen und neu hinterfragt, sowie durch offene, feministische Sichtweisen ergänzt werden. Frauenarbeit sollte auch dazu beitragen, dass mehr Frauen Leitungsaufgaben in Kirche und Gesellschaft erhalten und übernehmen.

 

Vor Ort sollte Frauenarbeit Austausch ermöglichen, Räume schaffen, die Lebendigkeit und Entwicklung herbeiführen. Und sie sollte schlicht und ergreifend gut tun, den Frauen im Besonderen, sollte aber auch insgesamt in der jeweiligen Gemeinde eine konstruktive und liebenswerte Atmosphäre verschaffen.

 

"Welche Themen sollten für Frauenarbeit eine Rolle spielen?"
Es hier bei der Beantwortung um alle Bereiche, die in der heutigen Gesellschaft als wichtig angesehen werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Wohnen im Alter, Umgang mit Fremden, Wertschätzung der Schwachen und der Umwelt, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, geschlechtergerechte Sprache, zeitgemäße Liturgie, Konfliktbewältigung in Kirche und Gesellschaft, Umgang mit Gewalt, Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität.

 

"Wofür sollte baf sich einsetzen?"

Gezielt wurde der Bund alt-katholischer Frauen in Deutschland aufgefordert, Netzwerk zu sein für die Frauen in unserer Kirche, Unterstützung aller Frauen, auch von Minderheiten und Untergruppen. Baf möge Impulse geben für die Ermunterung von Frauen in unseren Gemeinden, für neue liturgische Formen, für eine menschenfreundliche Kirche und das Sichtbarmachen von Missständen. Es ging den Befragten um eine Weiterentwicklung unserer Kirche insgesamt. Zu dieser möge baf beitragen, damit auch in Zukunft mehr Frauen Interesse und Leidenschaft entwickeln können, um engagiert mitzuwirken und in der Kirche als Frau Leitungsaufgaben zu übernehmen, wie beispielsweise das Priesteramt.

 

Ein Stimmungsbarometer am Ende der Umfrage machte deutlich, dass noch einiges zu verändern ist im Leben der alt-katholischen Kirche Deutschlands. Manche Antwortbögen teilten mit, dass sich die Frauen in der Kirchengemeinde oft wenig zuhause fühlen, dass ihnen die Offenheit und Lebendigkeit der Frauenorganisation baf in der Gemeinde fehlen, dass sie sich den Raum für offenes, wertschätzendes Denken und miteinander Kommunizieren wünschen, sowie eine offene und menschenfreundliche Kirche, in der jede ihren Raum haben darf. Auch wird eine bessere Vernetzung von baf mit den Ortsgemeinden gewünscht.

 

Veränderungsbedarf wird im Bereich Generationenübergang gesehen, z.B. Ansprache und Einbindung junger Frauen in die baf-Arbeit und auch die Übernahme von Verantwortung.

Alle im baf engagierten Frauen dürfen sich durch zahlreiche Antworten in den Fragebögen in ihrer Arbeit sehr bestärkt fühlen.

 

Esther Klein und Benedikta Klein