Aktuelles

Hier sind finden Sie aktuelle Meldungen des baf . Wenn Sie weitere Informationen möchten oder Informationen zu einer neuen Meldung abgeben möchten, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 


Schön sind deine Namen

Mein erster Gedanke zum Thema Schönheit Gottes war der Refrain eines Liedes: "Du bist wie du bist, schön sind deine Namen…“. Das Wort Schönheit ist meines Erachtens sehr belastet von dem, was in unserer Gesellschaft, im Film oder in der Werbung unter Schönheit verstanden wird. Da geht es fast immer um Äußerlichkeiten und es werden Normen vorgegeben, wann ein Mensch als schön anzusehen ist.

 

Wenn wir von der Schönheit Gottes sprechen, sollte es um andere, um innere, um tiefere Werte gehen. Und genau die entdecke ich in dem von Friedrich Karl Barth verfassten und von Peter Janssens vertonten Text. Fern jeder dogmatischen Fixierung Gottes auf bestimmte Bilder, Hoheitstitel oder Namen beschreibt dieses Lied eine sehnsuchtsvolle Bewegung vom Wir zum Du. "Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit“. Genau besehen nennt Barth keine Namen Gottes.

 

Das tut er in guter biblischer Tradition. Auch Mose erfährt am brennenden Dornbusch keinen Namen, mit dem Gott sich selbst bezeichnet, sondern eine Beschreibung dessen, wie Gott ist: JHWH - Ich bin für euch da. So wählt auch der Autor des Liedtextes Bezeichnungen, die aussagen, wie Menschen Gott erfahren: als lebendig, barmherzig, wahrhaftig, gerecht, beständig, vollkommen.

 

Jeder Name, jede Anrufung Gottes, mit denen wir auch Menschen meinen könnten, wie zum Beispiel Vater oder Mutter, Herr, König oder Herrscher kann für manche oder gar viele Menschen mit einer negativen Erfahrung verbunden sein. Und damit wird ihnen möglicherweise der Zugang zu Gott erschwert. Bei den oben genannten Attributen sehe ich diese Gefahr nicht. Wenn wir Gott so erfahren und wenn wir hoffen, dass Gott uns so begegnet, dann können wir Antwort geben mit einer inneren Haltung oder Bewegung auf das Du Gottes hin: uns ausstrecken, trauen, öffnen, freuen, halten, sehnen.

 

Wenn alle, die diese Zeilen lesen, mitteilen würden, mit welchen Eigenschaftswörtern sie Gott beschreiben würden und wie sich ihre Bewegung auf Gott hin ausdrücken ließe, dann könnten wir dem Lied sicher noch einige Strophen hinzufügen.

 

"Du bist wie du bist“ – das öffnet einen weiten Raum für vielfältige Annäherungen an dieses unverfügbare Du, das wir Gott nennen. In der Vielfalt der unterschiedlichen Umschreibungen, Bilder und Namen zeigt sich die Schönheit Gottes. "Schön sind deine Namen. Halleluja – Amen“.

 

Brigitte Glaab

 


Der Geist, die Geistkraft und die Ruach Gottes

 

Ruach, du Atem Gottes,

 

durchströme mich mit deiner Kraft,

 

umwehe mich wie ein sanfter Wind,

 

erfülle mich mit deinem Licht.

 

Ruach, du Atem Gottes,

 

störe mich,

 

wecke mich auf,

 

ermutige mich,

 

leite und begleite mich.

 

 

(Brigitte Glaab)

 

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Der Geist, die Geistkraft und die Ruach Gottes
Ein Beitrag zum Pfingsfest verfasst von Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab
Der Geist, die Geistkraft und die Ruach
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Wir sind dabei! Herzliche Einladung!
Wir sind dabei! Herzliche Einladung!

Frohe Ostern!

Wir alle wünschen Dir und Ihnen frohe und gesegnete Ostertage,die Kraft und Freude der Auferstehung!

 

Der baf-Vorstand

 

 

 

Aufstand für das Leben

Die Auferstehung feministisch gedeutet

 

"Und die Frauen gingen hinaus und flohen von dem Grab, denn sie waren außer sich vor Zittern und Ekstase. Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk,16,8) So lese ich in der Bibel in gerechter Sprache von der Wirkung dessen, was die Frauen am leeren Grab erleben. Eine Lichtgestalt sagt ihnen, Jesus lebe und gehe ihnen voraus nach Galiläa. Ein Wechselbad der Gefühle, wie man es sich heftiger kaum vorstellen kann. Von der tiefen Trauer über den Tod des geliebten Menschen, der so viel Hoffnung gegeben hatte, zu einem Fühlen im Herzen, dass er lebt, man weiß nicht so recht wie, aber das Wie ist auch gar nicht wichtig.

 

In den sogenannten synoptischen Evangelien, bei Matthäus, Markus und Lukas, wird von den Frauen berichtet, die sowohl die Kreuzigung als auch die Grablegung beobachtet haben. Sie machen am Ostermorgen eine

 

Erfahrung, die sie vor lauter innerem Aufruhr oder Berührt-Sein zunächst einmal verstummen lässt und die ihnen laut Lukasevangelium nicht geglaubt wird. In allen Evangelien sind Frauen die ersten Oster-Botinnen, Botinnen vom Sieg des Lebens über den Tod und der Freude über die Trauer. Dabei nimmt Maria von Magdala im Johannesevangelium eine ganz besondere Stellung ein. Sie wird später von Augustinus die "Apostelin der Apostel“ genannt.

 

Am Anfang gab es nur Erfahrungsberichte. Menschen schilderten mit Bildern und mit den Worten, die sie dafür finden konnten, von ihren eigenen Empfindungen. Da kommt etwas innerlich in Bewegung, impulsive Freude und große Ergriffenheit erfüllen sie. Und da hinein kommt kurz vor der zitierten Markusstelle der Auftrag, es den anderen zu sagen: "Er geht euch voraus nach Galiläa“. Zurück an den Ort des Anfangs, zurück auch in ihren Alltag. Der Totgeglaubte ist auf eine wunderbare Weise höchst lebendig und weist ihnen den Weg zurück ins Leben, von der Trauer zur Freude und vom Gebeugt-Sein zum Aufrichten. Auferstehen ereignet sich mitten im Alltag. Feministische Theologinnen legen großen Wert darauf, dass die Auferstehungshoffnung sich nicht nur auf das beschränkt, was mit uns nach unseren Tod geschieht. Sie weisen auf die zahlreichen Heilungsgeschichten hin, in denen Menschen wieder aufstehen können, weil sie Heilung an Leib und Seele erfahren. Ulrike Metternich bemerkt: "Wer, wie sie, von der Kraft der Auferstehung schon in diesem Leben etwas gespürt hat, der weiß, ahnt, dass diese göttliche Kraft auch nach dem Tod wirksam bleibt.“

 

Für "Aufstehen“ und "Auf-er-stehen“ hat das griechische Neue Testament nur ein Wort. Mit einem "Alltagswort“ also wird uns von der Auferstehung Jesu berichtet. Die Botschaft ist: "Aufstehgeschichten sind Auferstehungsgeschichten“ und insofern gilt auch für uns Heutige, dass wir Erfahrungen der Auferstehung im Hier und Jetzt machen können, in unserem Galiläa.

 

Die traditionelle Auferstehungstheologie wird kritisch betrachtet, weil sie allzu oft dazu gedient hat, gerade die leidenden Menschen auf das Jenseits zu vertrösten. "Demgegenüber betonen feministische Theologinnen Auferstehung als nicht einfach zukünftige, sondern als gegenwärtige Erfahrung: als Auferstehung vor dem Tod“, so Doris Strahm. Es geht weniger um Glauben als Annahme und für wahr halten eines Glaubenssatzes. Entscheidend ist es, diese Erfahrung zuzulassen, sich ergreifen zu lassen, zu spüren wie die Lebendigkeit des Auferweckten auch mich in Inneren ergreift und lebendig werden lässt.

 

Gleichzeitig wird betont: Wir können Auferstehung nur dann glaubhaft verkünden, wenn wir bereit sind, uns heute am "Aufstand für das Leben“ zu beteiligen. Die Botschaft vom Leben gibt uns die Kraft und den Mut, uns für die Menschen einzusetzen, die in unserer Welt keine Chance haben, aufzustehen. Gerade Frauen betrifft das immer noch in großer Zahl. Mit ihnen können wir die schweren Lebenswege und die Trauerwege gehen, sie sollen wir an Orte begleiten, an denen sie spüren, dass Leben neu möglich ist.

 

Wir brauchen weniger Bekenntnisformeln und theologische Erklärungen und mehr tiefes Berührt-Sein von der Ahnung der Frauen am Ostermorgen. Ich fühle mich getragen von der Hoffnung, dass mein Leben nicht mit dem Tod endet, dass es ein wie auch immer geartetes anderes Leben gibt. Gleichzeitig bin ich bestärkt durch Auferstehungserfahrungen im Hier und Jetzt: Wo es weiterging, obwohl alles ausweglos schien. Wo der Stein schon weggewälzt war, über den ich mir so große Sorgen gemacht hatte. Wo ich miterleben darf, dass Menschen neue Hoffnung schöpfen und Kraft aus der tiefen Gewissheit, dass Jesus mitgeht wie bei den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Wo Menschen sich dafür einsetzen, dass anderen ein "Leben vor dem Tod“ ermöglicht wird. Wo ich berührt bin, wenn ich mich wie Maria aus Magdala beim Namen gerufen fühle und mir blitzartig "einfällt“, das ist Jesus! Wenn wir genau hinschauen, dann können wir an jedem Tag etwas entdecken, das uns Grund gibt, heute ein Fest der Auferstehung zu feiern.

 

Brigitte Glaab, Frauenseelsorgerin

 


Aufstehen und leben - Einladung zum baf Frauensonntag (29.04.18)

Aufstehen und leben – wer möchte das nicht? Das ist ja auch zunächst einmal der Normalfall. Wie selbstverständlich stehen wir jeden Morgen auf und gestalten unser Leben. Erst wenn wir etwa durch eine Krankheit ans Bett gefesselt werden, merken wir wie kostbar es ist, aufstehen und leben zu können.

 

Im Lukasevangelium lesen wir die Geschichte von der sogenannten „gekrümmten Frau“. Sie bleibt namenlos, wird ausschließlich durch ihre Krankheit definiert. Jesus aber sieht sie, spricht sie an und richtet sie auf. Wer hat nicht schon einmal am eigenen Leib erfahren, wie wunderbar es ist, sich nach einem Genesungsprozess wieder kraftvoll aufrichten zu können?

 

Mit der namenlosen Frau können wir uns identifizieren. Sie steht für Frauen und Männer, die sich gebeugt fühlen durch unterdrückende Strukturen, durch Krankheit oder auch dadurch, dass sie sich ausgeschlossen fühlen. Wie können solche Menschen wieder ins Leben kommen? Was hilft ihnen, sich aufzurichten? Jesus ist Meister darin, Menschen aufzurichten und ihnen Ansehen und Würde zu geben. Er schafft den Raum, in dem Menschen aufstehen können, ja in gewisser Weise auch auferstehen.

 

Diese Auferstehungserfahrung wollen wir mit Ihnen gemeinsam feiern und laden Sie herzlich dazu ein!

 

Unsere Vorlage, die wir Ende Februar an die Frauengruppen, Einzelmitgliedsfrauen und Pfarrerinnen und Pfarrer verschickt haben, bietet dazu Anregungen.

 

Wir freuen uns, wenn Frauen in den Gemeinden Verantwortung für den Gottesdienst übernehmen und sich so mit ihrer Präsenz, ihren Begabungen, ihrer Sprache und Sichtweise einbringen. Der Frauensonntag bietet die Gelegenheit, Themen aus der Sicht von Frauen in den Mittelpunkt zu stellen und ganzheitliche Impulse im Gemeindegottesdienst zu setzen.

 

Unser besonderes Anliegen ist der achtsame Gebrauch der Sprache. Wichtig dabei ist uns, dass die Gemeinschaft von Männern, Frauen und Kindern sowie Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen durch den Gebrauch einer sensiblen, inklusiven Sprache angemessenen Ausdruck findet. Darum haben wir uns in unserer Vorlage bemüht, in Liedern, Gebeten, Texten und Übertragungen auf eine einseitige Festlegung Gottes auf männliche Bilder zu vermeiden.

 

Die Eucharistiefeier am Frauensonntag hat sich seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1920 von einem Gottesdienst über Frauen zu einem Gottesdienst von Frauen für die ganze Gemeinde gewandelt. Sie wurde zum Zeichen für die Fähigkeit zum Aufbruch und zur Entwicklung in unserer Kirche.

 

Wir freuen uns, wenn Sie uns ihre Erfahrungen zum Frauensonntagsgottesdienst rückmelden wollen.

 

Wir wünschen Ihnen und uns allen einen erfahrungsreichen, lebendigen Gottesdienst am 29. April 2018.

 

Brigitte Glaab und Lydia Ruisch

 


Weltgebetstag 2018

Am morgigen Freitag (2. März) wird der Weltgebetstag gefeiert und Frauen aus unseren Gemeinden beteiligen sich! 

 

Ganz neu wurd eine Social-Media-Wall rund um den Weltgebetstag eingerichtet. Schaut doch mal rein: https://walls.io/weltgebetstag

 

Mehr erfahrt Ihr auch hier.

 


baf-Vorstandsarbeit

Der baf-Vorstand hat sich in seiner neuen Zusammensetzung vom 15.02.-18.02.18 in Ritschweier zur ersten Sitzung im neuen Jahr getroffen.

Mit von der Partie war auch die neue Frauenseelsorgerin, Brigitte Glaab, die den ersten Tag als "Oasentag“ zur Stärkung und Unterstützung der Vorstandsfrauen gestaltet hat. Bei all den Tops, die dann folgten - von Frauensonntag über Flyer und Frauenseelsorgerin, Öffentlichkeitsarbeit und Synode, Termine und Mitgliederverwaltung, Satzung und Finanzen, WGT, Christinnenrat und ÖFCFE bis zur Planung der nächsten Jahrestagung - konnten die ehrenamtlich engagierten Vorstandsfrauen das sicherlich gut gebrauchen und genießen. Es wird darüber sicher noch weiter berichtet - auch wo und wie Brigitte Glaab ihre Arbeit in Zukunft weiter gestalten wird.

 


Weihnachtsgrüße

Frohe Weihnachten, liebe Freundinnen und Freunde und all ihrschönen Schwestern!

 

Die Geschichte, wie Gott durch ein kleines Kind auf die Erde kommt, berührt mich immer wieder sehr. Hilflos, nackt – als von Fürsorge und Liebe anderer abhängiger Säugling. Nicht als König oder Herrscher, der befiehlt, sondern als bedürftiges Kind. Angewiesen darauf, dass Menschen sich ganz in seinen Dienst stellen, es wahrnehmen und ihm geben, was es braucht. Ihm Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken. Nur so kann es zu einem Menschen heranwachsen, der gut für sich und andere sorgen kann.

 

"Das Kind in dir muss Heimat finden." So heißt nicht etwa ein Weihnachtsbuch, sondern ein Werk, das seit Monaten auf den vorderen Plätzen der Sachbuch-Bestsellerliste steht.

 

Dass wir selber noch dieses Kind in uns tragen, nein, eigentlich sogar das Kind sind, das wir einmal waren und das nicht immer einen guten, sicheren Platz gefunden hat, wird darin wunderbar beschrieben. Dieses Bild finde ich sehr hilfreich.

 

Wenn ich an Weihnachten in die Krippe schaue, erblicke ich manchmal genau das Kind, das ich einmal war und das, wenn ich ganz still werde, zu mir spricht und sagt:

Sieh her: ich bin traurig und ängstlich. Ich war manchmal so allein und es war so schwer und dunkel. Für mich war oft kein Platz in der Herberge, nicht genug Raum für all meine Gefühle und das, was ich gebraucht hätte.

Sieh mich, hör meine Trauer, spüre meine Angst. Tu nichts, sondern sei einfach da.

Sei da und tröste mich, wie du ein trauriges oder ängstliches Kind in die Arme nehmen und es halten würdest.

 

Dieses Kind lebt wohl in jedem von uns und möchte in seiner Schönheit und Lebendigkeit ebenso gesehen werden wie in seinen Bedürfnissen. Wie sehr rührt es uns an, wenn wir ein Kind trösten und nähren können, wenn es uns dann ruhig und zufrieden anschaut, friedlich einschläft oder voller Freude erleichtert aufjauchzt.

 

Als Kind habe ich für jede gute Tat in der Adventszeit einen Strohhalm in die Krippe legen dürfen, um das Bett für das Jesuskind weich und warm zu machen. Wie froh und stolz war ich, wenn es an Weihnachten auf einem weichen, dicken Lager gebettet war!

 

 

Liebe Freundinnen, schöne Schwestern und liebe Freunde,

das wünsche ich uns:

Dass wir in dieser dichten Beziehung zu anderen und zu uns selbst die Schönheit des Menschseins erleben dürfen. Dass wir lernen dürfen, uns selbst liebevoll zu begegnen und zuzuhören, genauso wie den Menschen, die mit uns unterwegs sind.

Lasst uns einander solche Geschenke machen!

 

Dankbar erinnere ich mich an unser gemeinsames Unterwegssein im baf, wo wir uns in verschiedenen Zusammenhängen begegnet sind und miteinander in Beziehung sind.

Es ist ein großer Reichtum, den wir miteinander erleben dürfen!

Wir freuen uns über unsere neue Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab, über ein intensives baf-Wochenende, über eine inspirierende Jahrestagung und viele kleine und große Begegnungen. Über tätige Mithilfe, über alle Spenden und alle Beiträge, die zeigen, dass wir gemeinsam Schritt für Schritt unterwegs sind auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen.

 

Wir wünschen Ihnen und Euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit: das warme Licht der Weihnacht und der Segen des kleinen Kindes möge alles liebevoll bescheinen und unser Herz warm, weich und lebendig werden lassen in uns.

Möge die Zuversicht und die Hoffnung stetig wachsen, dass wir miteinander auf einem guten Weg sind und alle Herausforderung gemeinsam bestehen können.

 

Mit dem "Segen des göttlichen Kindes" grüßen wir als baf-Vorstand Sie und Euch sehr herzlich und wünschen alles Gute und ein freud- und friedvolles 2018!

 

Lydia Ruisch

 


Berichte und Fotos zur Jahrestagung 2017 sind online

Der Bericht über die Einführung von Brgitte Glaab zur Frauenseelsorgerin, die Bildergalerie und der Bericht zur baf-Jahrestagung sind 2017 online. Sie finden Sie hier.

 


"Stifte machen Mädchen stark" - Aktion des Weltgebetstags

Stifte machen Mädchen stark!
Von Helsinki bis ins Allgäu beteiligen sich bereits Menschen an der großen Sammel-
Aktion des Weltgebetstags zugunsten syrischer Flüchtlingsmädchen.
Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen: Darum geht es bei der großen
"Stifte machen Mädchen stark“-Aktion des Weltgebetstags. Seit Sommer 2017 haben sich bereits mehr als 230 Sammelstellen in ganz Deutschland gegründet. Kirchengemeinden, Kindergärten, Firmen und Familien – alle machen mit. Denn: Zum Stark-werden braucht es Bildung!
Seit Kriegsbeginn in Syrien sind über eine Million Menschen ins Nachbarland Libanon geflohen.
Unter ihnen sind 400.000 Kinder im Alter zwischen fünf und siebzehn Jahren. Zwei Drittel von
ihnen haben seit Jahren kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen. Die Mitarbeiter*innen von
"Beit el-Nour“ (dt.: "Haus des Lichts und der Hoffnung“) engagieren sich in dieser scheinbar
aussichtslosen Lage. Der Partnerorganisation des Deutschen Weltgebetstagskomitees war
schnell klar, dass den Familien mit Nahrung, Kleidern und Medizin allein nicht geholfen ist.
Lernen und Therapie geben 200 Mädchen wieder Hoffnung
Innerhalb kürzester Zeit stellte das Team von "Beit el-Nour“ ein Bildungs-Programm auf die
Beine. Rund 200 Mädchen können dank dieser Arbeit zur Schule gehen und in ruhiger
Umgebung lernen. Für ein paar Stunden am Tag können die Kinder so Elend und
Perspektivlosigkeit im Flüchtlingslager hinter sich lassen. Krieg, Terror und Flucht haben die
meisten der Mädchen schwer traumatisiert. Bei "Beit el-Nour“ erhalten sie sozial-pädagogische
und therapeutische Begleitung.
Das Deutsche Weltgebetstagskomitee arbeitet bereits seit 2003 mit "Beit el-Nour“ zusammen und unterstützt deren wichtige Arbeit nun mit der Aktion "Stifte machen Mädchen stark“. Dafür werden deutschlandweit gebrauchte Schreibgeräte gesammelt. Normalerweise landen diese im Restmüll und werden nicht umweltgerecht entsorgt.

Erste Erfolgsmeldungen
Die Recyling-Firma Terracyle hat sich auf schwer recycelbaren Abfall spezialisiert und überweist
dem Weltgebetstag pro Stift einen Cent als Spende. Für 450 Stifte kann so zum Beispiel ein
Mädchen mit Schulmaterial ausgestattet werden.
Viele Menschen in ganz Deutschland machen bereits mit. 230 Sammelstellen haben sich schon
registriert. Bei der Recycling-Firma gingen zu Gunsten des Weltgebetstags bereits 75 kg Stifte
ein. Weitere Großlieferungen sind angekündigt.


Gemeinsam mehr erreichen
Wer mehr erfahren möchte oder sich mit anderen Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Firmen,
Vereinen und Co. aus der Umgebung zusammentun möchte, meldet sich am besten direkt beim
Deutschen Weltgebetstagskomitee:
Astrid Donata Meier, Aktionen und Kampagnen
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
Telefon: 0911- 68 06-309
E-Mail: stifte@weltgebetstag.de


Letzter Tag der Jahrestagung 2017

Nun ist die Jahrestagung schon wieder zu Ende und alle Teilnehmerinnen sind hoffentlich wohlbehalten nach Hause zurück gekehrt.

 

Es gibt noch einen Wechsel im Vorstand, der am Abend des dritten Tages den versammelten Frauen mitgeteilt wurde: Conny Eberhardt-Wickert muss aus beruflichen Gründen ihre Arbeit im Vorstand niederlegen. Heike Peschke aus Frankfurt rückt als gewähltes Ersatzmitglied in den Vorstand nach.

 

Am Sonntagmorgen feierten wir gemeinsam mit unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab einen bewegenden Gottesdienst.

 

Nun freuen wir auf die Jahrestagung 2018 vom 18. bis 21. Oktober in Schmerlenbach!

Dritter Tag der Jahrestagung 2017

Mit dem täglichen Morgengebet sind wir gestartet, um uns dann mit den von Lydia und Sabine vorbereiteten Impulsen nochmal ganz anders mit dem Thema "Aufstehen und leben" auseinanderzusetzten.
Am Nachmittag folgten die Neigungsgruppen und am Abend der Feierabend mit Quatschen, Singen, Tanzen, Lachen...

Zweiter Tag der Jahrestagung 2017

Thematisch haben wir den ganzen Tag mit der Theologin Ulrike Metternich gearbeitet und viele, neue Erkenntnisse gewonnen...
Am Abend wurde dann Brgitte Glaab als erste Frauenseelsorgerin offiziell begrüßt und mit vielen guten Wünschen begleitet. Von einer Teilnehmerin bekam sie die unten im Foto zu sehende Figur einer Hirtin geschenkt. Ein schönes Symbol!

Erster Tag der Jahrestagung 2017

"Aufstehen und leben" - unter diesem Motto sind Frauen aus den unterschiedlichsten Gemeinden unserers Bistums zusammen gekommen: Von Rosenheim bis Wilhelmshaven - von Aachen bis Berlin.

Eine bunte Mischung von jung und alt trifft sich auch dieses Jahr wieder im schönen Tagunshaus in Schmerlenbach (bei Aschaffenburg) und setzt sich mit dem oben genannten Thema auseinander. Hier ein paar wenige Eindrücke vom ersten Abend, der mit dem willkommen heißen aller Teilnehmerinnen, einer Einführung ins Thema und ein paar liebgewonnenen Ritualen begann.


Brigitte Glaab erste Frauenseelsorgerin

Brigitte Glaab, Priesterin im Ehrenamt in der Gemeinde Aschaffenburg, wird erste Frausenseelsorgerin im alt-katholischen Bistum.

Die 55jährige Geistliche wird zum 1. September 2017 dieses Amt übernehmen. Zu ihren Aufgabenbereichen zählen unter anderem die Unterstützung der kirchlichen Frauenarbeit durch Impulse und Fortbildungsangebote, vor allem in den Bereichen Geistliche Begleitung, Schulung und Beratung, sowie die Sorge um die Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb des Bistums sowie auf ökumenischer Ebene. Die Schwerpunkte der Arbeit legt die Frauenseelsorgerin gemeinsam mit dem Vorstand des Bundes Alt-Katholischer Frauen fest.

Brigitte Glaab wurde 2010 zur Priesterin geweiht und arbeitet hauptberuflich als Yogalehrerin.

 Quelle: www.alt-katholisch.de

 

Mehr Informationen finden Sie auch hier>


"Alle Getauften sind Priester, Bischof, Papst - Frauen also auch"

Christinnenrat stellt gemeinsam mit Schirmfrau Margot Kä´ßmann Online Projekt "Reformation ist überall - Frauenperspektiven" in Wittenberg vor:

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Pressemitteilung des Christinnenrates vom 12. August 2017
Alle Getauften sind Priester, Bischof, P
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Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier:

https://www.christinnenrat.de/reformation-ist-ueberall-startseite


Der Bund alt-katholischer Frauen (baf) trauert um Alt-Bischof Joachim Vobbe

Ein Nachruf von Benedikta Klein im Namen des baf-Vorstandes

 

Wir sind tief berührt von der Nachricht über den Tod unseres Alt-Bischofs Joachim Vobbe.

 

Auch wenn seine schwere Krankheit es in den letzten Jahren nicht möglich machte, den starken Kontakt aufrecht zu erhalten, so ist unsere innere Verbindung zu ihm doch nie abgerissen.

 

Wir sind sehr dankbar für die intensive Zeit mit Bischof Joachim. Wir haben erleben dürfen, mit wie viel Herzblut er für baf, für die Frauenarbeit da war. Sein großes Engagement für Gleichberechtigung, für Weiterentwicklung und Wachstum war unvergleichlich. Wir sind so dankbar für seinen Mut, neue Schritte zu wagen, für seine Beharrlichkeit und Ausdauer, seine Bereitschaft auch gegen heftigste Widerstände mit den Frauen weiterzugehen, zu begeistern, zu überzeugen und Visionen umzusetzen. So konnte ja z.B. die Frauenordination Wirklichkeit werden. Das hat auch vielen von uns immer wieder Mut und Hoffnung gegeben, hat uns gestärkt und inspiriert. Auch seine Unterstützung bei der Realisierung des Pfarrfrauentreffens hat unsere Gemeinschaft gestärkt und weiterentwickelt.

 

Joachim konnte Nähe und Verbundenheit herstellen und deutlich machen. Und wenn er mal wieder eine baf-Jahrestagung besuchen „durfte“, hatten wir sehr viel Freude, Leichtigkeit, Lieder und Lachen mit „Herr Krause vom Nachbarhause....“ oder dem Spätzle-Lied.

 

Joachim hat uns bereichert mit seinem großen Spektrum an Spiritualität in den Tiefen des Glaubens wie auch im Ringen, Suchen und Fragen, im Jubeln und Singen, im Gestalten und der Pflege von Gemeinschaft, in der lebendigen Leichtigkeit bis zur Clownerie. Es war immer wieder sehr wohltuend, wie wenig klerikal und dafür menschlich ehrlich und präsent er sich als Gleicher unter Gleichen in unserer Gemeinschaft bewegt hat.

 

Joachim konnte - in der noch nicht von der Krankheit gekennzeichneten Zeit - ausgezeichnet zuhören, sich auf die Ebene anderer Menschen und Meinungen einlassen und in Augenhöhe Gespräche führen. Er war theologisch offen und interessiert an Neuansätzen. Zeichen der Zeit hat er erkannt und zu deuten gewusst. In ihm hatte unsere Kirche und eben auch unsere Gemeinschaft einen wichtigen Impulsgeber und Teilhabenden. Joachim war für uns vor allem menschlich wertvoll und letztlich unersetzbar.

 

Wir sind durch ihn reich beschenkt worden, danken für dieses Dasein, und vertrauen darauf, dass er weiter mit „Lieb umfangen“ ist, wie er so gerne gesungen hat.

 

Unsere tiefe Anteilnahme gilt unserer lieben baf-Schwester und Freundin Mariette, sowie seinen beiden Söhnen.

 

"In deiner Schöpfung birgt sich dein Gesicht", so beginnt die erste Zeile des Liedes mit dem Text von Bischof Joachim.

Auch dein Gesicht, lieber Joachim finden wir nun wieder in der gesamten Schöpfung, die erfüllt ist von der Liebe Gottes und der ewigen Gegenwart.

 

 

 

Zur Information:

Das Requiem für den am 26. Juli verstorbenen Alt-Bischof Joachim Vobbe findet am Samstag, den 5. August, um 14 Uhr in der Namen-Jesu-Kirche in Bonn statt.

Bischof Dr. Matthias Ring wird den Trauergottesdienst leiten und die Predigt halten.

Bereits ab 12 Uhr ist die Kirche geöffnet. Damit ist die Möglichkeit gegeben, sich auf persönliche Weise von Joachim Vobbe zu verabschieden.

Die Namen-Jesu-Kirche, die Kathedralkirche des Bistums, befindet sich in der Bonngasse 6 unweit des Beethovenhauses.

 


Frauendekanatstag NRW in Krefeld

Das Labyrinth – Der Weg zur eigenen Mitte

Am 8.7.2017 trafen sich 25 Frauen aus dem Dekanat NRW, um sich mit dem Labyrinth als Symbol für den eigenen Lebensweg zu befassen.

 

 Angela Klein-Kohlhaas referierte zunächst in einem ersten Programmpunkt zur Geschichte dieses Symboles: Spuren sind schon seit fünftausend Jahren zu finden und ein Labyrinth zu begehen ist ein uraltes Ritual, dessen Ziel es ist, die eigene Mitte zu finden, um Kraft zu schöpfen für all das, was uns im Außen umgibt. Im Laufe der Geschichte veränderten sich Form und Inhalt des Labyrinths. Der Vortrag beschäftigte sich besonders mit der klassischen Urform, deren sieben Umgänge zwei Besonderheiten ermöglichen: das endlose Wiederholen der Form als Symbol für die Weitergabe des Lebens und die Möglichkeit, sich auf einem Stück gemeinsamen Weges einer anderen Frau anzuvertrauen.

 

In drei Arbeitsgruppen ging es am frühen Nachmittag weiter.

Zum einen wurde ein auf den Fußboden gestreutes Labyrinth auf verschiedene Arten begangen. Eine Frau, welche die Mutter symbolisierte, ging das Labyrinth zunächst alleine, verharrte in der Mitte und nahm auf dem Rückweg eine andere Frau (Tochter) an die Hand, um sie ein Stück des Weges zu führen und sie dann auf ihrem weiteren Weg allein weitergehen zu lassen – in die Freiheit, selbst zu handeln. Auf ihrem Rückweg nahm sie dann ihrerseits eine junge Frau an die Hand und begleitete sie ein Stück des Wegs. So wurde das Sich-Anvertrauen an eine andere Frau und der Wechsel zwischen dem anfänglichen Geführtwerden und späteren Führen verdeutlicht. Während der zweiten Choreografie der Labyrinth-Forscherin Li Shalima gingen acht Frauen nacheinander, jeweils mit einem Buchstaben gekennzeichnet, durch das Labyrinth. Erst als alle acht im Labyrinth waren, wurde während einer einzigen Runde das Wort "HARMONIE" lesbar – wie so oft auch im richtigen Leben ein kostbarer, kurzer Moment.

In der zweiten Gruppe wurde zum Vater unser in der aramäischen Sprache gearbeitet. Aramäisch ist die Sprache Jesu, in der er das Gebet gelehrt hat und in der es in der jungen Kirche tradiert wurde. Wir konnten erfahren, um wie viel breiter gefasst die Urform des Gebetes war und wir eng gefasst es heute ist. Und: diese alte Sprache ist moderner, zeitgemäßer als gedacht.

Sie spricht gleichberechtigt alle Menschen, und sieht Gott als ein universelles Sein, nicht als patriarchalisches Wesen an. Die Diskussion darüber war lebhaft und weit gespannt. Es flossen auch viele persönliche Gebetserfahrungen in die Diskussion ein.

Die dritte Gruppe von Frauen übte sich unter Leitung von Anja Lauf darin, zunächst ein Labyrinth auf kariertem Papier zu konstruieren, um dieses zuletzt mit wetterfester Farbe freihand auf einen Stein aufzubringen. Konzentriert gingen die Frauen ans Werk und erzielten eindrucksvolle Ergebnisse, die mit nach Hause genommen bestimmt einen schönen Platz bekommen haben…

 

Im weiteren Verlauf schauten sich die Beteiligten einen Film über die Organisation medica mondiale an, die sich seit über 20 Jahren für Frauen einsetzt, die Opfer sexualisierter Gewalt bei Kriegen geworden sind. Neben wichtiger Lobbyarbeit bei den Vereinten Nationen leistet der Verein tatkräftig Hilfe. In 11 Ländern, u.a. im Kosovo, Afghanistan, Irak, Kongo und Liberia werden Frauen therapeutisch und medizinisch betreut, erhalten Rechtsbeistand und ökonomische Unterstützung. Mit Hilfe einheimischer Ärztinnen, Krankenschwestern und Sozialarbeiterinnen baut medica mondiale in diesen Ländern ein Netz zur Selbsthilfe auf. Viele Frauen haben nach traumatischen Erlebnissen erst durch diese Hilfe neuen Lebensmut gefunden.

Auch in Deutschland ist die Organisation aktiv. Hier werden Flüchtlingsfrauen durch Seminare qualifiziert, andere Geflüchtete in ihrer neuen Umgebung zu begleiten.

Dr. Henrika Burgener vom Frauengeschichtsverein "EUREGIA – Frauenwege zwischen Rhein und Maas e.V." erläuterte ausführlich die eindrucksvolle Biographie der Gründerin Dr. Monika Hauser, die neben vielen Auszeichnungen 2008 den Alternativen Nobelpreis erhielt.

Der diesjährige Frauen-Dekanatstag wurde von Andrea Behling und Hilde Freihoff mit einem Gebet und Gesängen aus Taizé abgerundet.

Ein Dank geht an das Vorbeitungsteam, unterstützt von Lisa Schmidt, für einen

bewegten Tag, der informativ, kommunikativ, tiefgründig und eindrucksvoll Spuren hinterließ.

 

Text: A. Klein Kohlhaas, A. Behling, H. Freihoff

 Fotos: A.Behling


"In dir wohnt die Lebendigkeit“  - Rhein-Main-Frauentag 2017

 
20 Frauen aus Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und Aschaffenburg folgten der Einladung der baf-Frauen aus der Offenbacher Gemeinde, die uns durch einen gelungenen, lebendigen Tag führten, der an Austausch reich und durch Offenheit der Frauen untereinander geprägt war.
Besinnung, thematische Arbeit am Psalm 71, Singen, Stocktanz, Bemalen und Bepflanzen von Blumentöpfchen, Gestaltung von Grußkarten füllten den kurzweiligen Tag aus, bei dem auch unser leibliches Wohl nicht zu kurz kam und es genug Gelegenheit für Gespräche gab.
Behutsam geführt durch Klara Robbers und die Offenbacher Frauen stiegen wir tief ein in Gottes und unsere eigene Lebendigkeit, mit der Frage, wo und wann wir sie in uns spüren. In der Natur, mit unseren Kindern und Enkelkindern, Freunden, beim Lachen und Singen, beim Fühlen von Liebe, Vertrautheit und Geborgenheit waren häufig genannte Wahrnehmungen der Frauen.
Im Psalm 71 aus der Bibel in Gerechter Sprache hörten wir anrührende Namen über die Liebesbeziehung zwischen Gott und uns wie "Schützender Fels"„"Verlässliche"„"meine Zuflucht", "Lebendige"„"Trösterin"„"Gerechte"„"Gütige". Die Schreiberin des Liebesliedes lädt uns zum Eintreten in den Machtbereich der Lebendigen ein. Wann spüren wir den Kraftstrom der göttlichen Gegenwart? Welches Sprachbild klingt in uns besonders an, ruft vielleicht Widerspruch hervor? Die vertraute, offene Atmosphäre unter den Frauen eröffnete uns die Chance, aus den Schilderungen unserer 'Schwestern' wahre Schätze mit nach Hause zu nehmen.
In der anschließenden Bewegung beim Stocktanz, von Klara Robbers angeleitet, zu rhythmischer brasilianischer Musik im sonnendurchstrahlten Pfarrgarten, spürten wir nun auch körperlich unsere Lebendigkeit, unsere Nähe und die Dynamik, die aus Konzentration gepaart mit Loslassen und Eingehen auf die Tanzpartnerin erwächst. Das Einlassen auf das kreative Angebot, vorbereitet von Uschi Schildger, bot eine weitere bereichernde Erfahrung und ermöglichte vertiefte Gespräche unter dem großen Kirschbaum.
Der Tag endete mit dem Segensspruch: "Die schöpferische Kraft der Lebendigen richte dich auf und befreie dich zum Leben. So segne uns Gott, Vater, Sohn und schöpferische Geistkraft, Amen."
Ein herzliches Dankeschön an die Offenbacher Frauen für die Gestaltung dieses schönen Tages!

(Ingrid Katzenbach und Karin Reinhard, Gemeinde Frankfurt am Main)