Aktuelles

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"Alle Getauften sind Priester, Bischof, Papst - Frauen also auch"

Christinnenrat stellt gemeinsam mit Schirmfrau Margot Kä´ßmann Online Projekt "Reformation ist überall - Frauenperspektiven" in Wittenberg vor:

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Pressemitteilung des Christinnenrates vom 12. August 2017
Alle Getauften sind Priester, Bischof, P
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Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier:

https://www.christinnenrat.de/reformation-ist-ueberall-startseite

Der Bund alt-katholischer Frauen (baf) trauert um Alt-Bischof Joachim Vobbe

Ein Nachruf von Benedikta Klein im Namen des baf-Vorstandes

 

Wir sind tief berührt von der Nachricht über den Tod unseres Alt-Bischofs Joachim Vobbe.

 

Auch wenn seine schwere Krankheit es in den letzten Jahren nicht möglich machte, den starken Kontakt aufrecht zu erhalten, so ist unsere innere Verbindung zu ihm doch nie abgerissen.

 

Wir sind sehr dankbar für die intensive Zeit mit Bischof Joachim. Wir haben erleben dürfen, mit wie viel Herzblut er für baf, für die Frauenarbeit da war. Sein großes Engagement für Gleichberechtigung, für Weiterentwicklung und Wachstum war unvergleichlich. Wir sind so dankbar für seinen Mut, neue Schritte zu wagen, für seine Beharrlichkeit und Ausdauer, seine Bereitschaft auch gegen heftigste Widerstände mit den Frauen weiterzugehen, zu begeistern, zu überzeugen und Visionen umzusetzen. So konnte ja z.B. die Frauenordination Wirklichkeit werden. Das hat auch vielen von uns immer wieder Mut und Hoffnung gegeben, hat uns gestärkt und inspiriert. Auch seine Unterstützung bei der Realisierung des Pfarrfrauentreffens hat unsere Gemeinschaft gestärkt und weiterentwickelt.

 

Joachim konnte Nähe und Verbundenheit herstellen und deutlich machen. Und wenn er mal wieder eine baf-Jahrestagung besuchen „durfte“, hatten wir sehr viel Freude, Leichtigkeit, Lieder und Lachen mit „Herr Krause vom Nachbarhause....“ oder dem Spätzle-Lied.

 

Joachim hat uns bereichert mit seinem großen Spektrum an Spiritualität in den Tiefen des Glaubens wie auch im Ringen, Suchen und Fragen, im Jubeln und Singen, im Gestalten und der Pflege von Gemeinschaft, in der lebendigen Leichtigkeit bis zur Clownerie. Es war immer wieder sehr wohltuend, wie wenig klerikal und dafür menschlich ehrlich und präsent er sich als Gleicher unter Gleichen in unserer Gemeinschaft bewegt hat.

 

Joachim konnte - in der noch nicht von der Krankheit gekennzeichneten Zeit - ausgezeichnet zuhören, sich auf die Ebene anderer Menschen und Meinungen einlassen und in Augenhöhe Gespräche führen. Er war theologisch offen und interessiert an Neuansätzen. Zeichen der Zeit hat er erkannt und zu deuten gewusst. In ihm hatte unsere Kirche und eben auch unsere Gemeinschaft einen wichtigen Impulsgeber und Teilhabenden. Joachim war für uns vor allem menschlich wertvoll und letztlich unersetzbar.

 

Wir sind durch ihn reich beschenkt worden, danken für dieses Dasein, und vertrauen darauf, dass er weiter mit „Lieb umfangen“ ist, wie er so gerne gesungen hat.

 

Unsere tiefe Anteilnahme gilt unserer lieben baf-Schwester und Freundin Mariette, sowie seinen beiden Söhnen.

 

"In deiner Schöpfung birgt sich dein Gesicht", so beginnt die erste Zeile des Liedes mit dem Text von Bischof Joachim.

Auch dein Gesicht, lieber Joachim finden wir nun wieder in der gesamten Schöpfung, die erfüllt ist von der Liebe Gottes und der ewigen Gegenwart.

 

 

 

Zur Information:

Das Requiem für den am 26. Juli verstorbenen Alt-Bischof Joachim Vobbe findet am Samstag, den 5. August, um 14 Uhr in der Namen-Jesu-Kirche in Bonn statt.

Bischof Dr. Matthias Ring wird den Trauergottesdienst leiten und die Predigt halten.

Bereits ab 12 Uhr ist die Kirche geöffnet. Damit ist die Möglichkeit gegeben, sich auf persönliche Weise von Joachim Vobbe zu verabschieden.

Die Namen-Jesu-Kirche, die Kathedralkirche des Bistums, befindet sich in der Bonngasse 6 unweit des Beethovenhauses.

 

Frauendekanatstag NRW in Krefeld

Das Labyrinth – Der Weg zur eigenen Mitte

Am 8.7.2017 trafen sich 25 Frauen aus dem Dekanat NRW, um sich mit dem Labyrinth als Symbol für den eigenen Lebensweg zu befassen.

 

 Angela Klein-Kohlhaas referierte zunächst in einem ersten Programmpunkt zur Geschichte dieses Symboles: Spuren sind schon seit fünftausend Jahren zu finden und ein Labyrinth zu begehen ist ein uraltes Ritual, dessen Ziel es ist, die eigene Mitte zu finden, um Kraft zu schöpfen für all das, was uns im Außen umgibt. Im Laufe der Geschichte veränderten sich Form und Inhalt des Labyrinths. Der Vortrag beschäftigte sich besonders mit der klassischen Urform, deren sieben Umgänge zwei Besonderheiten ermöglichen: das endlose Wiederholen der Form als Symbol für die Weitergabe des Lebens und die Möglichkeit, sich auf einem Stück gemeinsamen Weges einer anderen Frau anzuvertrauen.

 

In drei Arbeitsgruppen ging es am frühen Nachmittag weiter.

Zum einen wurde ein auf den Fußboden gestreutes Labyrinth auf verschiedene Arten begangen. Eine Frau, welche die Mutter symbolisierte, ging das Labyrinth zunächst alleine, verharrte in der Mitte und nahm auf dem Rückweg eine andere Frau (Tochter) an die Hand, um sie ein Stück des Weges zu führen und sie dann auf ihrem weiteren Weg allein weitergehen zu lassen – in die Freiheit, selbst zu handeln. Auf ihrem Rückweg nahm sie dann ihrerseits eine junge Frau an die Hand und begleitete sie ein Stück des Wegs. So wurde das Sich-Anvertrauen an eine andere Frau und der Wechsel zwischen dem anfänglichen Geführtwerden und späteren Führen verdeutlicht. Während der zweiten Choreografie der Labyrinth-Forscherin Li Shalima gingen acht Frauen nacheinander, jeweils mit einem Buchstaben gekennzeichnet, durch das Labyrinth. Erst als alle acht im Labyrinth waren, wurde während einer einzigen Runde das Wort "HARMONIE" lesbar – wie so oft auch im richtigen Leben ein kostbarer, kurzer Moment.

In der zweiten Gruppe wurde zum Vater unser in der aramäischen Sprache gearbeitet. Aramäisch ist die Sprache Jesu, in der er das Gebet gelehrt hat und in der es in der jungen Kirche tradiert wurde. Wir konnten erfahren, um wie viel breiter gefasst die Urform des Gebetes war und wir eng gefasst es heute ist. Und: diese alte Sprache ist moderner, zeitgemäßer als gedacht.

Sie spricht gleichberechtigt alle Menschen, und sieht Gott als ein universelles Sein, nicht als patriarchalisches Wesen an. Die Diskussion darüber war lebhaft und weit gespannt. Es flossen auch viele persönliche Gebetserfahrungen in die Diskussion ein.

Die dritte Gruppe von Frauen übte sich unter Leitung von Anja Lauf darin, zunächst ein Labyrinth auf kariertem Papier zu konstruieren, um dieses zuletzt mit wetterfester Farbe freihand auf einen Stein aufzubringen. Konzentriert gingen die Frauen ans Werk und erzielten eindrucksvolle Ergebnisse, die mit nach Hause genommen bestimmt einen schönen Platz bekommen haben…

 

Im weiteren Verlauf schauten sich die Beteiligten einen Film über die Organisation medica mondiale an, die sich seit über 20 Jahren für Frauen einsetzt, die Opfer sexualisierter Gewalt bei Kriegen geworden sind. Neben wichtiger Lobbyarbeit bei den Vereinten Nationen leistet der Verein tatkräftig Hilfe. In 11 Ländern, u.a. im Kosovo, Afghanistan, Irak, Kongo und Liberia werden Frauen therapeutisch und medizinisch betreut, erhalten Rechtsbeistand und ökonomische Unterstützung. Mit Hilfe einheimischer Ärztinnen, Krankenschwestern und Sozialarbeiterinnen baut medica mondiale in diesen Ländern ein Netz zur Selbsthilfe auf. Viele Frauen haben nach traumatischen Erlebnissen erst durch diese Hilfe neuen Lebensmut gefunden.

Auch in Deutschland ist die Organisation aktiv. Hier werden Flüchtlingsfrauen durch Seminare qualifiziert, andere Geflüchtete in ihrer neuen Umgebung zu begleiten.

Dr. Henrika Burgener vom Frauengeschichtsverein "EUREGIA – Frauenwege zwischen Rhein und Maas e.V." erläuterte ausführlich die eindrucksvolle Biographie der Gründerin Dr. Monika Hauser, die neben vielen Auszeichnungen 2008 den Alternativen Nobelpreis erhielt.

Der diesjährige Frauen-Dekanatstag wurde von Andrea Behling und Hilde Freihoff mit einem Gebet und Gesängen aus Taizé abgerundet.

Ein Dank geht an das Vorbeitungsteam, unterstützt von Lisa Schmidt, für einen

bewegten Tag, der informativ, kommunikativ, tiefgründig und eindrucksvoll Spuren hinterließ.

 

Text: A. Klein Kohlhaas, A. Behling, H. Freihoff

 Fotos: A.Behling


"In dir wohnt die Lebendigkeit“  - Rhein-Main-Frauentag 2017

 
20 Frauen aus Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und Aschaffenburg folgten der Einladung der baf-Frauen aus der Offenbacher Gemeinde, die uns durch einen gelungenen, lebendigen Tag führten, der an Austausch reich und durch Offenheit der Frauen untereinander geprägt war.
Besinnung, thematische Arbeit am Psalm 71, Singen, Stocktanz, Bemalen und Bepflanzen von Blumentöpfchen, Gestaltung von Grußkarten füllten den kurzweiligen Tag aus, bei dem auch unser leibliches Wohl nicht zu kurz kam und es genug Gelegenheit für Gespräche gab.
Behutsam geführt durch Klara Robbers und die Offenbacher Frauen stiegen wir tief ein in Gottes und unsere eigene Lebendigkeit, mit der Frage, wo und wann wir sie in uns spüren. In der Natur, mit unseren Kindern und Enkelkindern, Freunden, beim Lachen und Singen, beim Fühlen von Liebe, Vertrautheit und Geborgenheit waren häufig genannte Wahrnehmungen der Frauen.
Im Psalm 71 aus der Bibel in Gerechter Sprache hörten wir anrührende Namen über die Liebesbeziehung zwischen Gott und uns wie "Schützender Fels"„"Verlässliche"„"meine Zuflucht", "Lebendige"„"Trösterin"„"Gerechte"„"Gütige". Die Schreiberin des Liebesliedes lädt uns zum Eintreten in den Machtbereich der Lebendigen ein. Wann spüren wir den Kraftstrom der göttlichen Gegenwart? Welches Sprachbild klingt in uns besonders an, ruft vielleicht Widerspruch hervor? Die vertraute, offene Atmosphäre unter den Frauen eröffnete uns die Chance, aus den Schilderungen unserer 'Schwestern' wahre Schätze mit nach Hause zu nehmen.
In der anschließenden Bewegung beim Stocktanz, von Klara Robbers angeleitet, zu rhythmischer brasilianischer Musik im sonnendurchstrahlten Pfarrgarten, spürten wir nun auch körperlich unsere Lebendigkeit, unsere Nähe und die Dynamik, die aus Konzentration gepaart mit Loslassen und Eingehen auf die Tanzpartnerin erwächst. Das Einlassen auf das kreative Angebot, vorbereitet von Uschi Schildger, bot eine weitere bereichernde Erfahrung und ermöglichte vertiefte Gespräche unter dem großen Kirschbaum.
Der Tag endete mit dem Segensspruch: "Die schöpferische Kraft der Lebendigen richte dich auf und befreie dich zum Leben. So segne uns Gott, Vater, Sohn und schöpferische Geistkraft, Amen."
Ein herzliches Dankeschön an die Offenbacher Frauen für die Gestaltung dieses schönen Tages!

(Ingrid Katzenbach und Karin Reinhard, Gemeinde Frankfurt am Main)


Aufstehen und leben: baf-Jahrestagung vom 19.-22. Oktober

Aufstehen und leben – sich ausstrecken nach Frieden und Gerechtigkeit, nach Gemeinschaft und Lebendigkeit. Das hört sich wunderbar an, doch wie kann das ganz konkret in unserem Alltag aussehen?

 

mehr erfahren >


#Mariastehtauf

Einen Rückblick auf den inspierierenden Gottesdienst des Christinnenrates während des Evangelischen Kirchentages mit den Kanzelreden von Dr. Marlene Crüsemann und Dr. Annette Jantzen finden Sie hier:

http://www.christinnenrat.de/aktuelles/23-oekumenischer-frauengottesdienst

 

Das Projekt des Christinnenrates "Reformation ist überall - Frauenperspektiven" geht zu Ende. Während des Gottesdienst #Mariastehtauf wurden von den Teilnehmenden Statements gesammelt, die auch unter dem obenstehenden Link zu finden sind.

Hier die Einladung zum Gottesdienst des Christinnenrates im Rahmen des Evangelischen Kirchentages in Berlin:

Der Christinnenrat lädt am Freitag, 26. Mai, 15.00 Uhr in die Pfingstkirche zum Ökumenischen Frauengottesdienst ein.

 

"Maria aber stand auf“ – so heißt es zu Beginn des Lukasevangeliums. Was bedeutet uns diese Maria? Wie sehen wir sie an, wie wurde sie angesehen – von Christinnen und Christen quer durch die Konfessionen; von Elisabeth, zu der sie sich schwanger aufmacht; zuallererst aber von Gott selbst? Wie wird die prophetische Kraft ihres Lobgesangs hier und heute spürbar? Wo können wir für Gerechtigkeit aufstehen – mit Maria?

 

Der Ökumenische Frauengottesdienst stellt Lk 1,39-56 in den Mittelpunkt und knüpft zugleich interaktiv an das Online-Projekt "Reformation ist überall – FrauenPerspektiven“ des Christinnenrates an.

 

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes haben Evas Schwestern unter der Leitung von Astrid Herrmann übernommen. Vorbereitet und durchgeführt wird der Gottesdienst von Frauen aus den Mitgliedsorganisationen des Christinnenrates.

 

Pfingstkirche,
Petersburger Platz 5, Berlin-Friedrichshain

ÖPNV: Tram M10 Straßmannstraße


Pulse of Europe

Der baf Vorstand unterstützt bzw. wirbt für die Bürgerinitiative "Pulse of Europe“

 

Und was machst du am Sonntagnachmittag nach dem Gottesdienstbesuch?

 

In mittlerweile über 70 Städten in Deutschland und in mehr als 20 in ganz Europa treffen sich sonntags um 14.00 Uhr tausende Menschen, um für Europa auf die Straße zu gehen. Gegründet wurde die Initiative von einem Juristen-Ehepaar in Frankfurt als Reaktion auf den Brexit und die Trump-Wahl. Nach dem Motto "Platz da“ wollten sie die Straße nicht mehr nur den Pegida-Trommlern oder denen, die über Europa schimpfen, überlassen.

So treffen sich jeden Sonntag von 14.00 -15.00 Uhr Menschen, um für ein vereintes Europa zu demonstrieren. Man versammelt sich, um sich und anderen klar zu machen, was "Europa" überhaupt ist, welche Werte es hat und warum es lohnt, sich für Europa einzusetzen.

Es gibt einen festen Ablauf bei jedem Treffen mit Statements für Europa, offene Mikrofone und zum Schluss eine Menschenkette. Die Bewegung ist parteiunabhängig und generationsübergreifend.

 

Wir, der baf Vorstand, möchten für diese Bürgerinitiative werben.

"Warum gerade hierfür?", mögt ihr fragen. Den Ausschlag hat bei mir, Sabine Lampe, eine persönliche Verbindung zu einer Veranstalterin des "Pulse of Europe“ gegeben. Immer, wenn ich die Gelegenheit hatte, habe ich am "Pulse of Europe“ teilgenommen. Ich war teilweise tief bewegt von den vorbereiteten und auch den spontanen Äußerungen der Teilnehmenden. Sie haben mir bewusst gemacht, welcher Schatz dieses freie Europa ist, in dem wir heute so selbstverständlich leben. Das gilt es aus meiner Sicht zu bewahren, auch wenn es sicher reformbedürftig ist. Schaut einfach selbst vorbei, bei einer Demo am Sonntag oder auf der Internetseite: pulseofeurope.eu

 

Für den Vorstand: Sabine Lampe

 


Frauensonntag 2017

"Die Enge meines Herzens mache weit“

unter diesem Motto stand die letztjährige Jahrestagung des baf (Bund alt-katholischer Frauen).

Mit Ester, einer Frauengestalt aus dem ersten Testament, machten sich Frauen miteinander auf den Weg, nachzuspüren, was ihnen Angst macht und das Herz eng.

 

Angst aushalten und damit umgehen und vor allem dann auch entdecken, was uns Mut macht, was uns hilft, von der Angst zum Vertrauen zu kommen und zur Weite des Herzens.

Das soll auch das Thema dieses Gottesdienstes am 14 Mai 2017 sein.

Wir dürfen vor Gott alles hintragen, was uns mutlos macht oder sogar verzweifeln lässt.

Wir dürfen da sein mit all unseren Unsicherheiten und unserem verängstigten Herzen.

Und wir sind eingeladen, zu vertrauen, dass Gott längst da war und ist, um uns zu stützen und Mut zu machen, denn Gott macht die Enge unseres Herzens weit.

 

Ester war in der Fremde und bekam große Angst als sie von einem Mordkomplott gegen den König erfuhr und davon, dass ihr Volk, die Juden, ausgerottet werden sollte. Aber sie überwand ihre Angst, bat das Volk um Gebet und Fasten als Vorbereitung für ihren schweren Weg. Sie war sich sicher, Gott plant, lenkt, handelt. So glaubend und vertrauend konnte sie mutig handeln und Schritte ins Offene tun, und zwar in der Gewissheit: Gott ist da und ist treu.

 

Wir laden Sie alle ein, diesen Gottesdienst in Verbundenheit mit uns zu feiern und Gott für allen Beistand und alles Mutmachende zu danken.

 

Frauensonntag im Deutschen Bistum

Die Eucharistiefeier am Frauensonntag hat sich seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1920 von einem Gottesdienst über Frauen zu einem Gottesdienst von Frauen für die ganze Gemeinde gewandelt. Sie wurde zum Zeichen für die Fähigkeit zum Aufbruch und zur Entwicklung in unserer Kirche.

 

Für baf-Frauengruppen oder auch Frauen, die sich spontan zusammenfinden, um den "Frauensonntag" zu gestalten, ist dies zum einen eine Gelegenheit, Verantwortung für das liturgische und pastorale Leben in der Gemeinde zu übernehmen. Zum anderen bietet dieser Sonntag auch die Möglichkeit, spezifische Frauenthemen im Gottesdienst zur Sprache zu bringen. Mit dieser Feier, die am selben Tag im ganzen Bistum begangen wird, erfahren wir ein Stück Solidarität und Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern. Im Gottesdienst des Frauensonntags sind daher kreative Elemente und besondere Bausteine nicht nur geduldet, sondern auch bei der Auswahl von Lesungstexten und Liedern, sowie der Gestaltung von Predigt, Fürbitten, eingefügten szenischen oder getanzten Elementen erwünscht.

 

Frauen und Gottesdienst

Im Gebet und Gottesdienst geht es uns um die Suche nach unmittelbarer Nähe zu Gott. Diese Nähe erfahren Frauen anders als Männer. Ihre unterschiedlichen Lebenserfahrungen sollen sich auch in der Sprache artikulieren, so, dass Frauen auch benannt werden. Doch es geht nicht nur um eine frauengerechte Sprache. Die Gottesanrede Herr sollte ursprünglich Gott über alle Herren dieser Welt stellen. Der ursprüngliche Sinn dieser Anrede wird heute aber nicht mehr verstanden. Die Anrede Herr rückt Gott eher in die Ferne. Wonach wir uns aber sehnen, das ist Gott in unserer Nähe. Gott ist bei uns, wenn wir Angst haben, Gott ist bei uns wenn wir mutig sind. So soll die Sprache des Gottesdienstes Gedanken und Herzen der Menschen öffnen, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Befreiung entstehen lassen. Sprache und Inhalt des Gottesdienstes müssen stimmig sein. Seit vielen Jahren bemühen sich Frauen und Männer in der Kirche um eine gerechte Sprache.

 

Was wir einander wünschen können, ist, dass Frauen und Männer aufeinander hören, miteinander beten und singen und gemeinsam von Gott erzählen können.

(Nach Heidi Rosenstock)

 

Diesem Wunsch kann ich mich nur aus ganzem Herzen anschließen und so wünsche ich eine schöne und gesegnete Feier am Frauensonntag.

 

 Anneliese Harrer

 

 


Ein kleiner Ostergruß...

Der Frühling ist deutlich zu spüren. Wir atmen auf und wir halten uns gern an der frischen Luft im Freien auf. Wir fühlen das neue aufbrechende Leben, das in der Natur zum Durchbruch kommt. Das Osterfest, an dem wir die Auferstehung Jesu Christi feiern, ist nicht zu trennen von dieser Jahreszeit.


Goethe, der große Dichter und Denker, schildert das in seinem wohl bedeutendsten Theaterstück "Faust“.


Der Wissenschaftler Heinrich Faust hat gerade eine Sinn- und Schaffenskrise überwunden. Osterglocken und Engelschöre haben ihn im letzten Augenblick vor dem Selbstmord bewahrt.

 

Nun ist er mit seinem "Assistenten“ Famulus Wagner aus der Nacht in den hellen Ostermorgen getreten. Faust ist wieder unter freiem Himmel und unter Menschen. Die folgende Szene gehört zu einer der schönsten Beschreibungen festlicher Osterstimmung.

 

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück:
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Aus dem hohlen finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden,
aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.“

 

Die Osterbotschaft ist die Einladung an uns Menschen, das Frühlingserwachen in unserem Körper und in unserer Seele zu spüren, um daraus neue Lebenskräfte in uns zu entfalten.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein freudiges Auferstehungsfest.

Halleluja!

 

Ingrid Katzenbach und der baf- Vorstand


Frauensonntag 2017

Die Vorlage für den Frauensonntag am 14. Mai 2017 ist über die Pfarrämter abrufbar und ist per Newsletter verschickt worden.


Wer sich für den Newsletter eintragen möchte, findet unter folgendem Link die Mailadresse bzw. ein Kontaktformular:
https://www.baf-im-netz.de/publikationen/newsletter/

 

Im Anschreiben zum Frauensonntag heißt es:

Wir laden Sie ein, den Frauensonntagsgottesdienst unter dem Motto
"Die Enge meines Herzens mache weit"
gemeinschaftlich vorzubereiten und in und mit Ihrer Gemeinde zu feiern.

Der Frauensonntag liegt uns sehr am Herzen, denn er bietet eine besondere Chance, im Gottesdienst Themen aus der Sicht von Frauen in den Mittelpunkt zu stellen und ganzheitliche Impuls im Gemeindegottesdienst zu setzen.

Immer wieder berichten Frauen, die den Gottesdienst selbst gestaltet und gefeiert haben, dass sie dadurch unsere Liturgie besser kennenlernen und sie tiefer erleben und verstehen konnten.

Für viele von uns ist das nicht leicht, weil wir wenig darin geübt sind. Wenn Sie sich unsicher fühlen, erbitten Sie sich doch Unterstützung von Ihrer/Ihrem Pfarrerin/Pfarrer.

Es ist sicher auch denkbar, bzw. eine Frage der Absprache, als Frauengruppe nur einen Teil im Gottesdienst zu übernehmen.

Unser Gottesdienstvorschlag, den Brigitte Glaab aus Aschaffenburg und Anneliese Harrer aus München ausgearbeitet haben, enthält Texte und Vorschläge, die einzeln oder auch als Gesamtes verwendet werden können. Gleichzeitig ist es natürlich möglich, dass Sie ein ganz anderes Thema für den Gottesdienst wählen.

Wie Sie wissen, findet die Kollekte für die Frauenarbeit des baf traditionell am 1. Adventssonntag statt.
Am Frauensonntag schlagen wir eine Kollekte für Medica Mondiale, eine in Deutschland ansässige, international tätige Frauenrechts- und Hilfsorganisation vor. (www.MedicaMondiale.de)

Wir wünschen Ihnen Freude bei der gemeinschaftlichen Vorbereitung und hoffentlich positive Rückmeldungen.

Mögen Sie Anerkennung für Ihren Mut spüren, den Frauensonntag zu feiern – denn es ist immer ein Stück Wagnis, sich in den Blickpunkt zu stellen und etwas zu präsentieren!

Ein Feedback über Ihre Erfahrungen mit der Gottesdienstvorlage und der Gottesdienstfeier wäre schön. Sie können damit dazu beitragen, die Vorlage noch hilfreicher und passender zu gestalten.

Im Namen des gesamten Vorstands grüßt Sie herzlich
Lydia Ruisch, Vorsitzende


Unsere neue Homepage ist online...

Wir freuen uns!
Unter www.baf-im-netz.de und www.bafiminetz.de sind wir dank tatkräftiger Unterstützung wieder unter einer unseren bekannten Adressen erreichbar!

 

Im neuen Design präsentiert sich nun unsere Seite und wir hoffen, in Zukunft noch aktueller sein zu können. Es kann durchaus sein, dass sich der eine oder andere Fehler eingeschlichen hat. Wir bitten dies zu entschuldigen! Über Rückmeldungen freuen wir uns. Hier finden Sie ein Kontaktformular, mit dem Sie den Vorstand erreichen: Kontakt