Aktuelles

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"Du, mein Ebenbild": baf-Wochenende in Oberschönenfeld

 Der Mai ist gekommen, hat frisches, saftiges Grün, zarte, duftende Blüten und das baf-Wochenende in der Abtei Oberschönenfeld gebracht.

 

Frauen aus Augsburg, Kaufbeuren, Aschaffenburg, Regensburg, Frankfurt, Singen und München haben sich mit den beiden Seminarleiterinnen Alexandra Caspari und Brigitte Glaab in der wunderschönen Barock-Abtei südlich von Augsburg getroffen, um gemeinsam zu singen, zu beten und zu wandern. Nachdem wir uns beim Abendessen mit dem leckeren selbstgebackenen Klosterbrot stärken konnten, fand die Seele Nahrung beim anschließenden Beisammensein.

 

Du, mein Ebenbild, so spricht Gott zu dir, zu mir

Dieser Aussage aus dem wunderbaren Ebenbild-Hymnus von Franz-Xaver Jans-Scheidegger wollten wir nachspüren und schauen, ob und wie sie in unserem Leben Platz findet. Der Ebenbild-Hymnus greift die grundlegende biblische Zusage aus dem ersten Kapitel der Genesis auf: "Da schuf Gott Adam, die Menschen, als göttliches Bild, als Bild Gottes wurden sie geschaffen…"

 

Sich selbst als Ebenbild Gottes wahrzunehmen, fällt uns meist schwer – an diesem Wochenende kann diese Vorstellung in uns zum Schwingen kommen. Helge Burggrabe hat den Hymnus vertont und vier von uns haben dieses Lied vorgetragen – ein Einschwingen in das Thema! Auch "Hineni" haben wir zum Schwingen gebracht. "Hier bin ich" – von Helge Burggrabe genial komponiert und nach kurzem Üben von 19 Stimmen mit Überzeugung und Herzensglut herausgesungen. Zum Abschluss des Freitags hörten wir Texte und sangen im wunderbaren Meditationsraum; dessen Akustik unser Lied zum Summen und Schweben brachte. Bei allen Liedern, auch dem Kehrvers des Ebenbild-Hymnus, den schon bald alle 19 Frauen vierstimmig singen konnten, hat uns der warme Klang von Corinnas Flöte begleitet und uns den Weg in die richtige Tonart gewiesen.

 

Texte, Stille, Qi-Gong und das Gehen in der aufblühenden Natur haben uns geholfen, in den Spiegel (oder den See) zu schauen und ein Ebenbild Gottes zu sehen. Beim Kreistanz im Gästegarten konnten wir Lebensfreude spüren und uns über die Amsel freuen, die mit den Flöten wetteiferte. Wir haben Gottesdienst mit einem Schöpfungsgang gefeiert und einer Zisterzienserin mit dem gesungen Ebenbild-Hymnus zum 65-ten Profess-Jubiläum gratuliert. Für die offene Gastfreundschaft der Zisterzienserinnen von Oberschönenfeld sind wir dankbar und kommen gerne wieder!

 

Beim Abschluss im Meditationsraum hat dann jede ein großes Geschenk bekommen:

"Du bist eine Blume in meiner Schöpfung, leise in der Öffnung, strahlend in deiner Offenheit. Oh, Mensch, Abbild meiner Schönheit, weißt du, welche Blume du bist? Wann beginnst du zu blühen?" Die Karte, auf die dieser Text und ein Bild einer wunderbar zart-strahlenden Blume gedruckt sind, wird uns noch lange an dieses Wochenende erinnern. Vielleicht ist in der nächsten Zeit der morgendliche Blick in den Spiegel liebevoller und annehmender als sonst.

 

Eva Nieberle


baf-Umfrage zur Frauenarbeit: Die Ergebnisse im Überblick

Der Bund alt-katholischer Frauen Deutschlands, baf, hat 2018 eine ausführliche Umfrage zum Thema "Frauenarbeit" durchgeführt. Zum Mittun und zur Beantwortung waren Frauen eingeladen über Internet und Tagungen, über Postversand und persönliche Befragung. "Ist Frauenarbeit noch zeitgemäß?" war der Kern der Umfrage, der dann durch weitere Detailfragen ausgefaltet wurde.

 

Die Resonanz war überraschend stark und vor allem sehr engagiert und deutlich. Die Antworten wurden in den seltensten Fällen lapidar oder mit "ja" oder "nein" gegeben, sondern vielfach ausführlich begründet. Natürlich haben vor allen Dingen solche Frauen geantwortet, denen die Kernfrage ein Anliegen ist, aber trotzdem war die Klarheit und Entschiedenheit der allermeisten Antworten so nicht vermutet worden.

 

"Brauchen wir heute noch Frauenarbeit?" Diese Frage wurde in überwältigendem Maß bejaht. "Mehr denn je", "auf jeden Fall", "unbedingt und ganz bestimmt" waren die Antworten. Und es wurde auch in der Folge deutlich gemacht, worin nach Ansicht der Befragten der Wert einer solchen Frauenarbeit liegt.

 

Was ist das Unterstützende für Dich oder für Sie in der Frauenarbeit? Ausgeführt wurde in den Antworten, dass Frauenarbeit die Möglichkeit eines Schutzraumes bietet, in welchem Solidarität und Beheimatung gewährt werden. Unter "Herzensbildung" wird zudem das Teilen von Lebensweisheiten, Gefühlen und Erfahrungen, über Generationen hinweg, verstanden. Es wird eine Sprache gesprochen, die verständlich und teilbar ist. Sorgen können offen benannt werden, Verletzungen und Hoffnungen, auch Glaubensfragen.

 

Als wichtige positive Erfahrung in der Frauenarbeit wurde oft die Anregungen zur persönlichen und gemeinschaftlichen Weiterentwicklung benannt, sowie erfahrene Anerkennung. Dies gilt vor allem für das persönliche Erleben und den individuellen Ausdruck des Glaubens und der Spiritualität mit allen Sinnen: ob in Gemeinschaft oder alleine, beim Weinen oder Lachen, in der Meditation oder beim kreativen Gestalten.

 

Als unterstützend wird auch der Bildungsaspekt wahrgenommen. Dieser findet Ausdruck im offenen Zugang zu Informationen auf gesellschaftlicher und kirchlicher Ebene. Die Frauen profitieren davon, dass sie sich über Glaubensfragen oder Inhalte der Bibel aus weiblicher Sicht austauschen und Aspekte feministischer Theologie kennenlernen können.

 

"Was sollte heute, denkst Du, die Aufgabe von kirchlicher Frauenarbeit sein?"
Das beantwortete die Mehrheit mit dem Wunsch nach Stärkung und Unterstützung der Einzelnen in gesellschaftlicher, persönlicher und religiöser Hinsicht. Weiterhin: ein Selbstbewusstsein zu ermöglichen, kritisch mit der weitgehend männerdominierten Deutung des Lebens umzugehen, eigene Stärken zu entwickeln und auch in persönlichen Benachteiligungen und Notlagen den Mut nicht aufzugeben. Aufgabe von kirchlicher Frauenarbeit müsste sein, Frauen mit ihrer Sichtweise auf Glauben und die Person Jesu eine Stimme zu geben und Sensibilität zu schaffen für Frauen und ihre Themen. Die Sprache der Liturgie sollte aufgebrochen und neu hinterfragt, sowie durch offene, feministische Sichtweisen ergänzt werden. Frauenarbeit sollte auch dazu beitragen, dass mehr Frauen Leitungsaufgaben in Kirche und Gesellschaft erhalten und übernehmen.

 

Vor Ort sollte Frauenarbeit Austausch ermöglichen, Räume schaffen, die Lebendigkeit und Entwicklung herbeiführen. Und sie sollte schlicht und ergreifend gut tun, den Frauen im Besonderen, sollte aber auch insgesamt in der jeweiligen Gemeinde eine konstruktive und liebenswerte Atmosphäre verschaffen.

 

"Welche Themen sollten für Frauenarbeit eine Rolle spielen?"
Es hier bei der Beantwortung um alle Bereiche, die in der heutigen Gesellschaft als wichtig angesehen werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Wohnen im Alter, Umgang mit Fremden, Wertschätzung der Schwachen und der Umwelt, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, geschlechtergerechte Sprache, zeitgemäße Liturgie, Konfliktbewältigung in Kirche und Gesellschaft, Umgang mit Gewalt, Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität.

 

"Wofür sollte baf sich einsetzen?"

Gezielt wurde der Bund alt-katholischer Frauen in Deutschland aufgefordert, Netzwerk zu sein für die Frauen in unserer Kirche, Unterstützung aller Frauen, auch von Minderheiten und Untergruppen. Baf möge Impulse geben für die Ermunterung von Frauen in unseren Gemeinden, für neue liturgische Formen, für eine menschenfreundliche Kirche und das Sichtbarmachen von Missständen. Es ging den Befragten um eine Weiterentwicklung unserer Kirche insgesamt. Zu dieser möge baf beitragen, damit auch in Zukunft mehr Frauen Interesse und Leidenschaft entwickeln können, um engagiert mitzuwirken und in der Kirche als Frau Leitungsaufgaben zu übernehmen, wie beispielsweise das Priesteramt.

 

Ein Stimmungsbarometer am Ende der Umfrage machte deutlich, dass noch einiges zu verändern ist im Leben der alt-katholischen Kirche Deutschlands. Manche Antwortbögen teilten mit, dass sich die Frauen in der Kirchengemeinde oft wenig zuhause fühlen, dass ihnen die Offenheit und Lebendigkeit der Frauenorganisation baf in der Gemeinde fehlen, dass sie sich den Raum für offenes, wertschätzendes Denken und miteinander Kommunizieren wünschen, sowie eine offene und menschenfreundliche Kirche, in der jede ihren Raum haben darf. Auch wird eine bessere Vernetzung von baf mit den Ortsgemeinden gewünscht.

 

Veränderungsbedarf wird im Bereich Generationenübergang gesehen, z.B. Ansprache und Einbindung junger Frauen in die baf-Arbeit und auch die Übernahme von Verantwortung.

Alle im baf engagierten Frauen dürfen sich durch zahlreiche Antworten in den Fragebögen in ihrer Arbeit sehr bestärkt fühlen.

 

Esther Klein und Benedikta Klein


Kirchentag 2019: Einladung zum Frauengottesdienst

"Was für ein Vertrauen" – unter dieser Losung werden 100.000 Menschen in Dortmund zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag erwartet. Das Großereignis findet vom 19. bis 23. Juni statt und erste Programm-Höhepunkte stehen bereits fest: "Siehst du diese Frau?“ fragt der Christinnenrat am Samstag, den 22. Juni 2019 und lädt zu einem ökumenischen Frauengottesdienst in die Melanchthonkirche.

 

Was? Ökumenischer Frauengottesdienst „Siehst du diese Frau? (Lk 7,44)“

Wann? Samstag, den 22. Juni 2019, von 19.00 bis 20.30 Uhr

Wo? Melanchthonkirche, Melanchthonstraße 6, 44143 Dortmund

 

Vorbereitet und durchgeführt wird der Gottesdienst von Frauen aus den Mitgliedsorganisationen des Christinnenrates. In dieser ökumenischen Arbeitsgemeinschaft von bundesweiten Frauenorganisationen, Netzwerken und Gremien ist u.a. auch der Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. Mitglied.

 

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Bibelstelle Lukas 7,36-50 und mit ihr eine starke Frauengestalt: die Frau, die Jesus salbt. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein Erlebnis zum Mitmachen freuen: „Unser Gottesdienst soll nicht zu wortlastig werden“, berichtet Mit-Organisatorin Ulrike Göken-Huismann aus dem Vorstand des Deutschen Weltgebetstagskomitees, „wir planen ein Ritual ‚Zu Deinen Füßen‘ sowie verschiedene Salbungs-Stationen.“ Auch für ein musikalisches Highlight ist gesorgt: Die Band Effata(!) wird den Gottesdienst begleiten. Die Musiker*innen aus Münster brachten bereits bei der Eröffnung des Katholikentags 2018 die Menschenmassen zum Mitsingen.

 

Hintergrund: Der Christinnenrat ist ein Zusammenschluss von ökumenisch arbeitenden Frauenorganisationen, Netzwerken und Gremien auf Bundesebene. Mehr Informationen unter: www.christinnenrat.de


Einladung zum Rhein/Main-Frauentag in Oberursel

Samstag, 13. April von 10 bis 15 Uhr

Thema: "Aufrecht! gehen"

Gott bleibt an unserer Seite wo auch immer wir uns aufrichten und für andere einsetzen! Er ist da, wenn wir laut und aufrecht unsere Stimme erheben gegen Ungerechtigkeiten!

Gemeinsam wollen wir uns dieser Zusage widmen und gemeinsam Singen, Beten, Tanzen.

 

Anmeldung bis 5. April an frankfurt@alt-katholisch.de

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Ökumenischer Aufruf zum Weltgebetstag 2019:

Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl

Elf Mitgliedsorganisationen aus verschiedenen christlichen Konfessionen laden gemeinsam ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019 und beten für die eucharistische Tisch-Gemeinschaft.

 

12.02.2019. Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Elf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen dezentralen Gottesdiensten zum Weltgebetstag 2019 am 1. März 2019 ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist auch ein eindrücklicher Appell für ein gemeinsames Abendmahl aller Konfessionen.

 

Ökumenischer Aufruf:

"Kommt, alles ist bereit!": Unter diesem Thema laden unsere Organisationen verschiedener christlicher Konfessionen in ganz Deutschland rund um den 1. März 2019 zu ökumenischen Gottesdiensten ein. Die Gebete, Texte und Lieder haben in diesem Jahr Frauen aus Slowenien verfasst. Für Christinnen und Christen überall auf der Welt sind ihre Worte auch die Einladung zur eucharistischen Tisch-Gemeinschaft, die wir immer noch nicht mit allen Konfessionen gemeinsam feiern können.

 

Deshalb gilt unser Gebet in diesem Jahr besonders dem gemeinsamen Abendmahl der Christinnen und Christen, so wie es uns Jesus selbst aufgetragen hat:

Ich bete darum, dass alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. (Joh 17, 21)

 

Die Trennung der Konfessionen am Tisch des Herrn ist für die im Weltgebetstag engagierten Frauen ein unerträglicher Zustand, denn sie stellt die Glaubwürdigkeit der christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Frage.

 

Wir rufen auf, mit uns rund um den 1. März 2019 zu beten für das gemeinsame Abendmahl und für eine gerechte Welt, in der alle Menschen mit am Tisch sitzen – unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Alter, sexueller Orientierung und Religion. Vertrauen wir auf die Kraft des Gebets.

 

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG)

Lydia Ruisch, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf)

Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V.

Annette Grabosch, Sprecherin, Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland

Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V.

Kommandeurin Marie Willermark, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöR

Benigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine

Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelischen Frauen in Deutschland e.V.

Kerstin Pudelko-Chmel, im Namen der Vorsitzenden des Frauenwerkes der Evangelisch-methodistischen Kirche

Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V.

Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

 

Hintergrund: Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen

Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. Im Jahr 2018 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Surinam Spenden und Kollekten von über 2,5 Mio. Euro zusammen. Neben der internationalen Weltgebetstagsbewegung wurden mit diesem Geld 58 Frauen- und Mädchen-Organisationen in 26 Ländern gefördert.

 


Danke, liebe Marion!

 

Liebe Marion!

 

Seit 2008 hast Du mit Kreativität, technischem Geschick, manchmal mit „Haareraufen“ und immer wieder auch mit spürbarer Freude die baf-Internetseite betreut und seit 2011 den Facebook-Account, „aufgezogen, gepflegt und gefüttert“.  

 

Ohne Dich, Deine Kompetenz, Deinen Überblick und Deine Beharrlichkeit wären die beiden nie das geworden, was sie jetzt sind, nämlich freudige und lebendige Botschafter von baf!!

 

Die tollen Besucherzahlen und viele Likes sprechen für sich....

 

Ein riesiges Dankeschön, Dir auch an dieser Stelle, liebe Marion, für all Deine Rückenstärkung, für alles, was wir lernen durften. Es war ein schönes lebendiges Zusammenarbeiten mit Dir!

 

Viel Spaß und ebensolchen Erfolg bei deinen neuen Projekten wünschen Dir all Deine baf-Frauen und insbesondere Deine Vorstandsfrauen Lydia, Anneliese, Sabine, Ingrid, Ingeborg, Heike und Benedikta

 


Willkommen im Team, liebe Judith und liebe Christina

 Liebe Judith, liebe Christina,

 

wir sagen Euch ein herzliches Willkommen im baf-Team und freuen uns sehr über Eure Bereitschaft und Kompetenz die Internetseite und Facebook zu betreuen und uns so tatkräftig zu unterstützen. Die ersten Schritte sind schon gemacht und die erste Konferenz schon geplant. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit,

 

Eure Vorstandsfrauen Lydia, Anneliese, Sabine, Ingrid, Ingeborg, Heike und Benedikta

 


Themenabend "Dem Frieden Raum geben"

"Dem Frieden Raum geben" - Ideen zur Gestaltung eines Treffens in der Frauengruppe oder Gemeinde zum Thema Frieden finden Sie hier:

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Weltgebetstagsland Slowenien

 "Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
"Come – Everything is ready", Rezka Arnuš, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Weltgebetstag der Frauen am 1. März

 

"Kommt, alles ist bereit": Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 laden die slowenischen Frauen ein zum Weltgebetstag am 1. März 2019. Ihr Gottesdienst entführt uns nach Slowenien, in das Naturparadies zwischen Alpen und Adria. Und er bietet Raum für alle. Es ist noch Platz – besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Die Künstlerin Rezka Arnuš hat dieses Anliegen in ihrem Titelbild symbolträchtig umgesetzt. In über 120 Ländern der Erde rufen ökumenische Frauengruppen damit zum Mitmachen beim Weltgebetstag auf.

 

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner*innen sind knapp 60 Prozent römisch-katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat; dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

 

In diesem Jahr unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.


Weihnachtliche Grüße von unserer Vorsitzenden Lydia Ruisch

Im Dunkel unserer Nacht

entzünde das Feuer

das niemals mehr verlöscht.

 (Taizé)

 

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

schöne Schwestern,

liebe Frauen und Männer!

 

In diesen Tagen des abnehmenden Tageslichts auf Weihnachten hin, kommt mir immer wieder dieses Taize-Lied in den Sinn. Und das nicht nur wegen der zunehmenden Dunkelheit draußen, sondern vor allem wegen dem scheinbar ebenfalls zunehmenden Unfriedens, der Polarisierung und Aufteilung in Rechts-/Links, Richtig-Falsch und Gut und Böse.

 

In dieses Dunkel hinein kommt wie ein heller Hoffnungsschimmer die Geburt des Christuskindes und verheißt uns den Frieden auf Erden.

 

„Dem Frieden Raum geben“, so war unsere baf-Jahrestagung überschrieben.

Wir haben mit Janne Ellenberger erkundet, wie wir durch Versöhnung in uns, mit uns und mit anderen einen größeren Raum für den Frieden in der Welt schaffen können.

„Sei du selbst der Wandel, den du in der Welt sehen willst!“, so drückt Mahatma Gandhi es so wunderbar aus, dass der erste Schritt bei mir beginnt.

Für mich bedeutet es, entschlossen Verantwortung zu übernehmen für den Teil der Welt, auf den ich wirklich Einfluss habe, nämlich:

Mein Herz, meine Gefühle und meine Beziehungen.

Verantwortung heißt auf Englisch „Responsability“: Die Fähigheit, zu antworten.

 

Meine feste Überzeugung ist es, dass wir, die wir gemeinsam auf den Spuren des Jesus von Nazareth gehen, einen Unterschied in der Welt machen können:

wenn wir uns trauen, zu tun, was Jesus getan hat, nämlich hinzuschauen, uns berühren zu lassen und seine Antworten immer mehr zu den unseren werden zu lassen:

 

Auf Spott mit Würde zu antworten,

 

auf Trauer mit Annehmen und Mitfühlen,

 

auf lähmende Angst mit Einfallsreichtum und Kreativität,

 

Auf blinde Wut mit Entschlossenheit, etwas zu verändern.

 

Wir danken Ihnen und Euch allen, die Ihr mit uns auf dem Weg seid,

die Ihr dazu beitragt, dass wir Räume des Friedens miteinander erleben,

uns einander zuwenden, uns gegenseitig zuhören, Raum schenken.

 

Räume des Friedens, in denen Menschen sind, die diese Göttliche Zusage leibhaftig für uns spürbar machen, sind ein wunderschönes Geschenk, das wir uns und einander machen können!

 

Ich wünsche uns allen, dass wir immer mehr Fähigkeiten entwickeln, dem Unfrieden in uns und um uns mit Liebe, Annahme, Verständnis und Mitgefühl zu begegnen und so die Welt mit unserem Dasein machtvoll und friedensstiftend verwandeln können.

 

Der Segen des neugeborenen Gotteskindes,

 

der uns begegnet

 

im zunehmenden Licht,

 

der friedlichen Verständigung

 

und liebevollen Annahme

 

sei mit uns allen

 

und bringe uns Heilung und Frieden!

 

Frohe, gesegnete Weihnachtstage und uns allen ein gutes Neues Jahr, voller Frieden, kreativen Lösungen, heilsamen Begegnungen und lebendiger Vielfalt!

 

Im Namen des baf-Vorstandes grüßt Sie und Euch ganz herzlich

 

Lydia Ruisch


Frauenarbeit heute, ist sie noch zeitgemäß?

Die Gesellschaft verändert sich stetig, das merken wir in allen Lebensbereichen. Was bedeutet das für die Frauenarbeit heute? Was bedeutet das für uns als baf? Wie können wir als Frauenverband die Interessen der Frauen vertreten und welche Angebote wünschen sich Frauen heute von baf?

Das möchten wir gern von dir wissen und deswegen bist du jetzt gefragt:

Wir möchten von dir erfahren, wie du Frauenarbeit aktuell wahrnimmst, was deine Wünsche und Bedürfnisse sind. Als Leitfaden haben wir ein paar Fragen aufgeschrieben, die dich zum Überlegen anregen sollen.

 

Wir freuen uns über viele Rückmeldungen, Anregungen, Ideen. Wir werden die Ergebnisse zusammenfassen und anonymisiert Anfang 2019 für alle zugänglich machen. Geplant ist evtl. ein Artikel dazu in Christen heute, zudem werden die Ergebnisse auf der Homepage eingestellt. Wichtiger aber ist sicher, dass wir mit den Ergebnissen arbeiten und Anregungen umsetzen, damit wir hoffentlich ein lebendiger Frauenverband bleiben. Also, du siehst, wir brauchen deine Unterstützung, deine Ideen und Impulse.

Vielen Dank fürs Mitmachen!

 

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Umfrage zur Frauenarbeit im baf
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Noch mehr Fotos und erste Texte zur Jahrestagung online...

Nun haben wir weitere Fotos und erste Texte zur Jahrestagung online gestellt.

Ihr findet Sie unter Jahrestagung 2018.

Letzter Tag der Jahrestagung

Am letzten Tag feierten wir gemeinsam Gottesdienst und verabschiedeten uns von allen Teilnehmerinnen.

 

Rückblicke und Fotos folgen nach einer kurzen "Verschnaufpause" in den kommenden Wochen unter Jahrestagung 2018.

3. Tag der Jahrestagung

Der dritte Tagungstag:
-Bibelarbeit mit unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab
-Neigungsgruppen (unter anderem mit "Landart")
-Feierabend mit Musik und Tanz

2. Tag der Jahrestagung

Der 2. Tag der Jahrestagung liegt hinter uns...
Heute war der Tag gefüllt mit dem morgendlichen Referat von Janne Ellenberger, dem Austausch am Nachmittag im Gehen und der Hauptversammlung am Abend.

Dem Frieden Raum geben - Jahrestagung 2018 gestartet...

Der erste Tag der Jahrestagung mit dem Einstieg ins Thema liegt hinter uns. Am Freitag (19. Oktober) beginnen wir mit nach Frühstück und Morgenandacht mit dem Referat von Janne Ellenberger.


Unser neuer Flyer ist online!

Wir freuen uns über unseren neuen Flyer!

Auf der diesjährigen Bistumssynode in Mainz ist er bereits vorgestellt, an die Pfarreien verteilt worden und ist sowohl bei "Wir über uns" als auch hier zu finden:

 

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Die neue Ansprechpartnerin für "queere" Fragen

Queere Fragen: Was ist das denn? Was bedeutet das und was soll ich damit?

"Queer“ kommt aus dem Englischen und bezeichnet vor allem Menschen, Dinge oder Handlungen, die von der Norm abweichen. Ursprünglich wurde das Bezeichnete als schlecht angesehen. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Begriff in der Vergangenheit auch als Schimpfwort, vor allem für Schwule, verwendet wurde. Inzwischen hat sich das jedoch geändert und es ist eine Art Sammelbegriff geworden für Menschen, die eine andere Sexualität, ein anderes Geschlecht oder eine andere Geschlechtsidentität besitzen. Anders bedeutet dabei abweichend von der Norm, welche von der Gesellschaft erwartet wird.

 

Zur Klärung für Interessierte vorab:

  • die Sexualität bezieht sich auf die sexuelle Anziehung zu einer anderen Person.
  • die Geschlechtsidentität ist Teil des Selbsterlebens des Menschen. Hierbei geht es vor allem um die empfundene Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, welche sich von dem biologischen Geschlecht unterscheiden kann.

 Aber was hat das jetzt mit baf zu tun? Was hat das mit uns direkt zu tun?

 

"Queere" Themen sind immer wieder Zentrum der öffentlichen Diskussion. So gibt es seit dem 1. Oktober 2017 die Ehe für alle. Diese ermöglicht es Paaren desselben Geschlechts eine rechtlich vollwertige und gleichberechtigte Ehe zu führen. Damit ist Deutschland das 24. Land dieser Welt, welches diesen Weg geht.

Weiterhin gibt es inzwischen offiziell ein drittes Geschlecht zur Eintragung bei der Geburt. Wenn Kinder mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, müssen die Eltern in Zukunft nicht mehr für das Kind entscheiden, als was es aufwachsen soll.

Diese rechtlichen Schritte wurden bereits seit Jahrzehnten angebahnt. Ihr Ziel: Gleichberechtigung und Entscheidungsfreiheit für die Einzelnen.

 

Doch trotz dieser gesamtgesellschaftlichen Fortschritte haben die öffentliche Diskussion und Meinungsbildung auch komplexe, manchmal unangenehme Folgen. Denn sie eröffnen neue Themenbereiche, sorgen dafür dass neue Fragen gestellt werden und man sich mit einem Mal mit neuen Begriffen und einer neuen Weltanschauung konfrontiert sieht. Das kann Angst machen. Themen wie Sexualität, Geschlechter und die Geschlechtsidentität sind nicht neu. Schon seit es Überlieferungen gibt, gibt es Hinweise auf diese. Doch häufig waren und sind sie ein Tabuthema, wurden entweder ignoriert oder mit Gewaltandrohung und Brutalität angegangen. Und obwohl wir heutzutage Gesetze haben, welche die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Sexualität verbieten, so bedeutet das nicht, dass es diese nicht mehr gibt.

 

Diskriminierung passiert weiterhin, im Großen wie im Kleinen. Und die Gefahren sind weitläufiger als man denken mag. So sind eine andere Sexualität und eine andere Geschlechtsidentität weiterhin ein hoher Risikofaktor vor allem für Jugendliche. Laut mehrerer Studien der WHO sind für diese die Suizidrate sowie die Gefahr für Gewalterfahrungen besonders hoch. Die Ablehnung durch die Erziehungsberechtigten sorgt dafür, dass das Suizidrisiko um das achtfache steigt (https://familyproject.sfsu.edu/research), ebenso wie das Risiko, Drogen zu nehmen oder eine psychische Störung zu entwickeln. Schon die Tabuisierung des Themas in Familie und Öffentlichkeit sorgt für eine große Hemmschwelle, sich auszusprechen oder zu öffnen. Falsches Wissen ist zudem weit verbreitet und sorgt dafür, dass Vorurteile wachsen, anstatt zu verschwinden. Dagegen hilft nur die direkte Begegnung im sicheren Rahmen und der Aufbau freier Gesprächs- und Entwicklungsmöglichkeit.

 

Der baf (Bund Alt-Katholischer Frauen Deutschlands) sieht es als seine Aufgabe, diese gesellschaftlichen Probleme ernst- und wahrzunehmen. Uns, einer engagierten christlichen Gruppe, ist es wichtig, niemanden auszugrenzen und das Gebot der Nächstenliebe sowie der Wertschätzung aller Menschen im Sinne des Jesus von Nazareth zu leben. baf wurde gegründet, um Frauen einen gleichberechtigten Stand in der Kirche zu bieten, uns eine Stimme zu geben, die gehört und ernst genommen wird. Aus der Geschichte und aus eigenen Erfahrungen wissen wir, wie es ist, übergangen und als minderwertig angesehen zu werden.

 

Zusammen mit Pfarrvikarin Klara Robbers, die derzeit mit ihrer Frau in Herne lebt, haben wir überlegt, wie wir dies als baf in unserer Kirche oder auch darüber hinaus deutlich machen können. Wie wir Offenheit signalisieren und auch Unterstützung anbieten können.

 

Wir möchten vor allem Frauen und Mädchen einladen, sich mit Fragen, Sorgen und Problemen an unsere Beauftragten zu wenden. Diese verfügen über eigene "queere“ Erfahrungen. Wir wollen gerne einen geschützten Raum zur Verfügung stellen, in dem Ängste, Fragen, Zweifel und Unsicherheiten ihren Platz haben dürfen und verständnisvoll und liebevoll begleitet werden.

 

Gleichzeitig soll es aber auch um Vernetzung von queeren Frauen gehen, darum die Vielfalt unserer Kirche zu erweitern und zu gestalten und unsere Kirche mit den eigenen Erfahrungen, der eigenen Spiritualität und Weltsicht zu bereichern.

 

Wir sind Vikarin Klara Robbers sehr dankbar, dass Sie sich bereit erklärt hat, in diesem Zusammenhang Verantwortung zu übernehmen und als Ansprechpartnerin für Fragende und Suchende da zu sein.

Ihre Mailadresse lautet: klara.robbers@alt-katholisch.de

Auch telefonisch ist sie zu erreichen: 0177 3719575

 

 

Lydia Ruisch und Esther Klein

 

 

Wir haben weitere Infos auf unserer Website unter "Kontakt" eingestellt.

 

 

 

Im Sinne der Klarheit werden im folgenden Absatz ein paar Begrifflichkeiten kurz beschrieben:

  • ŸLSBTTIQ, oder auch unter LGBTQA+ bekannt, ist eine weltweite Organisation, welche Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle, Asexuelle, ... unterstützt.
  • ŸHomosexualität bedeutet, dass man sich einer Person des eigenen Geschlechts hingezogen fühlt. Außerhalb von Homo- und Heterosexualität gibt es jedoch noch weitere Möglichkeiten.
  • ŸTranssexualität/Transgender bedeutet, dass man sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlt als das, welches man biologisch bei der Geburt erhalten hat. Darunter fallen auch Begriffe wie „gender fluid“, „nonbinary“, ... welche eine weitere Spezifizierung bedeuten.

 


Bei Gott aber ist es anders

Die Gleichnisse Jesu - Vergleichen statt Gleichsetzen

 

Ein beeindruckendes Aha-Erlebnis hatten viele Frauen auf der letztjährigen Jahrestagung des Bundes alt-katholischer Frauen, kurz baf, als die Theologin Dr. Ulrike Metternich den Teilnehmerinnen ein bekanntes Gleichnis auf ungewohnte Art auslegte. Sie wandte eine sozialgeschichtliche Methode der Auslegung an, die die Theologieprofessorin Luise Schottroff lehrte und in ihrem Buch "Die Gleichnisse Jesu" beschrieb. Maßgeblich für das Verständnis der Texte ist hier der gesellschaftliche Kontext, das Umfeld also, in dem die Geschichte spielt und erzählt wird. In den Gleichniserzählungen drücken sich in verdichteter Form die Alltagserfahrungen der "kleinen Leute" aus, die geprägt waren von harten Lebensbedingungen, von Schulden, Hunger, Gewalt oder Willkür der Herrschenden. Diese Strukturen der Gesellschaft gilt es in den Blick zu nehmen, wenn man die Gleichnisse betrachtet. Auch die Inhalte der Textabschnitte vorher und nachher liefern wertvolle Hinweise darauf, was über Gott und das Wirken Gottes ausgesagt werden soll.

 

Üblicherweise bedient man sich der bildhaften Auslegung und setzt das Geschehen oder das beispielhafte Handeln von Menschen in der Erzählung mit dem Handeln und Wirken Gottes gleich. Im Unterschied zu dieser allegorischen Auslegung entdeckte Schottroff in vielen Gleichnissen eine Antithese zur Gottesgeschichte. Statt Gleichsetzen im Sinne von ‚es ist genauso wie" wird ein Vergleich angestellt: "bei den Menschen ist es so und bei Gott ist es anders". Dies konnten die Zuhörerinnen in dem von Metternich vorgestellten ‚Gleichnis vom anvertrauten Geld‘ gut nachvollziehen.

 

Ist der "Gescholtene" in Wahrheit der Mutige?

Das Lukasevangelium erzählt in Kapitel 19 in den Versen 11 bis 27 von einem Mann, der in die Ferne reiste, um für sich die Königswürde zu erlangen. Die damaligen Hörerinnen und Hörer dürften die Parallele zum Herodes-Sohn Archelaos erkannt haben. Laut Bericht des römischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus reiste dieser nach Rom, um sich vom Kaiser als König bestätigen zu lassen, während eine Gesandtschaft "von Judäern" das verhindern wollte, weil er ein rücksichtsloser und grausamer Herrscher war. Davon erzählt auch Lukas in Vers 14: "Seine Bürger jedoch hassten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann über uns König wird." Und später heißt es: "Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde - bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!" Der Geschichtsschreiber bestätigt, dass Archelaos diejenigen töten ließ, die sich seiner Einsetzung zum König widersetzt hatten.

 

Wir können davon ausgehen, dass es in diesem Gleichnis um "Cash" geht. Also mit "Mine", "Talent" oder welche Bezeichnung auch immer in der Übersetzung gewählt wird ist Geld gemeint. Während seiner Abwesenheit brauchte Archelaos Menschen, die seine Reichtümer verwalteten bzw. vermehrten. Das jüdische Volk litt zu dieser Zeit unter einer riesigen Abgabenlast, die die römische Macht über die von ihr eingesetzten Herrscher und über ein Netz von Sklaven, Pacht- und Zolleinnehmern eintrieb. Je besser die Geldeintreiber ihre Arbeit machten, desto schlechter ging es dem Volk.

 

Auf diesem Hintergrund bekommt das Handeln des dritten Sklaven oder Dieners eine ganz andere Bedeutung. Die ersten beiden beweisen, dass sie dem Regime gut dienen können, indem sie hohe Gewinne erwirtschaften. Der Dritte aber widersetzt sich mutig dem Anspruch des Herrschers, indem er sich weigert, dessen Reichtum auf ungerechte Weise vermehren zu helfen.

 

Laut Luise Schottroff will diese Erzählung "ökonomische und politische Strukturen eines ausbeuterischen Königtums beschreiben." Ulrike Metternich meint, Jesus wollte möglicherweise damit sagen, "dass es an der Zeit ist, im Namen Gottes für Mitmenschlichkeit einzutreten und die eigene Lebenskraft nicht in den Dienst ungerechter Herrschaftssysteme zu stellen. Ja, das braucht Mut. Aber wer von Gottes Kraft erfüllt ist, hat Mut. Mut genug. Das Gleichnis von den 'anvertrauten Pfunden' lädt zum Nachdenken ein. Wie funktioniert die Welt heute? Gilt noch immer, wie es im Gleichnis kritisch lautet: 'Denen, die haben, wird gegeben werden, aber denen, die nicht haben, denen wird genommen werden'? … Was würde heute Menschen passieren, die sich nicht in die vorgegebenen Strukturen einfügen?"

 

Hoffnung auf Befreiung

Bei Lukas steht vor dem Gleichnis vom anvertrauten Geld die Erzählung vom Zöllner Zachäus, der nach der Begegnung mit Jesus aus dem ungerechten System aussteigt. Im Anschluss daran berichtet er vom Einzug Jesu in Jerusalem, wo ihm das Volk zujubelt wie einem König. Jesus aber erweist sich als König, der ganz anders ist als der von Rom eingesetzte. Ein König ohne Sklaven und Reichtümer. Einer, der kommt im Namen Gottes.

 

Indem Lukas dieses Gleichnis so platziert, zeigt er einen Jesus, der sich deutlich distanziert vom System der römischen Machthaber, die mit Hilfe ihrer Vasallen und deren Getreuen das Land und die Menschen mit ihrer Gewaltherrschaft auspressen.

 

Durch das Lukas-Evangelium zieht sich ein roter Faden der Hoffnung auf Befreiung von ungerechten und unterdrückerischen Strukturen. Dies kommt schon im -"Magnifikat" zum Ausdruck, in dem die Umkehrung der sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnisse erwartet und besungen wird. In diesem Lied der Maria, das aus Elementen des Ersten Testaments komponiert ist, wird gesungen, was nicht gefahrlos in der Öffentlichkeit gesagt werden kann. Ebenso ist im genannten Gleichnis eine herrschaftskritische Botschaft geschickt versteckt. Die damaligen Hörerinnen und Hörer, die die Verhältnisse kannten, werden sie verstanden haben.

 

Bei Gott aber ist es anders

Die uns bekannte allegorische Gleichnisauslegung besagt, dass Gott so ist wie der beschriebene Herrscher. Oft wird das Gut, das den Dienern oder Sklaven anvertraut wird, gedeutet als von Gott gegebene "Talente", die wir sinnvoll einsetzen sollen.

 

Wie ordnen wir aber bei dieser Deutung die Tatsache ein, dass der mit Gott gleichgesetzte Herrscher alle umbringen ließ, die ihn nicht als König haben wollten? Wie bewerten wir, dass der dritte Sklave dem Herrn vorwirft, auf unrechte Weise an seinen Besitz gekommen zu sein, was dieser nicht zurückweist und somit bestätigt?

 

Sollte Lukas tatsächlich Gott mit einem solchen Herrscher gleichsetzen wollen?

 

Lukas gilt als der Evangelist der Armen und Entrechteten. Viele seiner Texte drücken die Hoffnung der Menschen auf einen gerechten Gott aus. Dazu passt meiner Meinung nach die sozialgeschichtliche Deutung des Gleichnisses sehr gut, die nicht gleichsetzt sondern vergleicht: Bei den Machthabern dieser Welt ist es so, bei Gott aber ist es anders.

 

Brigitte Glaab

 

Asche oder Flamme

Im Winter verbreitet in unserem alten Haus ein Kachelofen behagliche Wärme. Er kann das aber nur auf Dauer tun, wenn rechtzeitig Holz nachgelegt wird. Am besten gelingt es, die neuen Scheite zum Brennen zu bringen, wenn noch eine Flamme züngelt, zumindest aber braucht es genügend Glut. Aus der Asche lässt sich kein Feuer entfachen.

"Tradition heißt nicht, die Asche aufheben, sondern die Flamme weiterreichen".

Als Urheberin dieses Spruchs wird meistens Ricarda Huch genannt, eine deutsche Dichterin und Philosophin, die von 1864-1947 lebte.

 

Tradition heißt also, etwas Ansteckendes und Berührendes weitergeben anstatt etwas zu pflegen, das seine Wirkung verloren hat, weil das Leben in ihm erloschen ist.

Interessanterweise habe ich den zitierten Satz kaum im Zusammenhang mit kirchlichen Themen gefunden, obwohl doch Tradition in den Kirchen eine große Rolle spielt.

 

Urs Küry, der 1976 verstorbene frühere Professor an der Uni Bern und Bischof der christkatholischen Kirche der Schweiz, beschreibt in seinem Werk "Die altkatholische Kirche" zwei Funktionen der Tradition im Sinne von kirchlicher Überlieferung. Sie muss laut Küry die in der Bibel bezeugte Offenbarung bewahren und gleichzeitig durch die Verkündigung Wort und Wirken Jesu Christi so vergegenwärtigen, dass die Gläubigen begreifen, dass Gott auch in der heutigen Zeit am Werk ist. Ich frage mich nun, wie wir das, was überliefert ist, so in die Gegenwart hereinholen können, dass es für Menschen von heute verständlich und begreifbar ist und sie darin das Wirken Gottes wahrnehmen können.

 

Die "in der Bibel bezeugte Offenbarung", alles, was über das Wirken Gottes in der Geschichte der Menschen und über das Leben und Handeln Jesu aufgeschrieben wurde, ist in Worte gefasste Glaubenserfahrung. Es ist das Produkt des Bemühens von Menschen, in den Bildern und Denkstrukturen ihrer jeweiligen Zeit zu beschreiben wie sie Gott in ihrem Leben erfahren haben. Manche Formulierungen sind allerdings nur auf dem Hintergrund des damaligen Welt- und Menschenbildes zu verstehen. Deswegen brauchen wir meiner Meinung nach für das Vergegenwärtigen auch neue Bilder und Umschreibungen.

 

In einem Artikel mit dem Titel "Sprechen Sie kirchisch?" beklagt Gerhard Dane, die Worte der Verkündigung seien zur Sondersprache geworden, die nur noch einem Insiderkreis verständlich sei, für viele Menschen seien sie sogar missverständlich. Er meint, es brauche Menschen, die wie Luther "dem Volk aufs Maul schauen" und die überlieferten Glaubensinhalte, "die ewige Wahrheit" in neue Worte fassen ohne in ein "modisches Geschwafel" abzugleiten.

 

Es geht nicht darum, alles auszublenden, was uns nicht unmittelbar zugänglich ist. Wir müssen behutsam danach suchen, welche Glaubenserfahrung sich in den überlieferten Worten niedergeschlagen hat. Diese Erfahrung gilt es zu bewahren. Wir dürfen sie jedoch heute in anderen Bildern beschreiben und in neue Worte kleiden. Wir geben etwas weiter, was Menschen früherer Zeiten für uns Zukünftige bewahren wollten. Schon die Verfasser der biblischen Schriften haben um die richtige Deutung gerungen und manches unterschiedlich interpretiert. Die einen meinten, das Evangelium sei nur für die Judenchristen da, und die anderen waren sich sicher, dass es auch den sogenannten Heiden verkündigt werden solle. Paulus nannte selbstverständlich Frauen als seine Mitarbeiterinnen in der Verkündigung, während - vermutlich durch eine spätere Einfügung seiner Schüler- im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth den Frauen das Reden in der Versammlung der Gemeinde verboten wurde. Selbst der Zeitpunkt, ab dem man Jesus als Sohn Gottes bezeichnete, unterscheidet sich in den vier Evangelien und den Paulusbriefen maßgeblich.

 

"Tradition heißt, in der Dynamik des Evangeliums heute Neues schaffen“ so der französische Theologe Joseph Moingt. Und alle Getauften sollen an diesem dynamischen Prozess beteiligt sein. Für mich geht es dabei nicht nur darum, die Glaubenserfahrungen früherer Menschen zu überliefern und sie für heute verständlich zu formulieren, sondern auch unsere eigenen Erfahrungen mit der göttlichen Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen.

 

Wie schon im frühen Christentum werden auch heute verschiedene Auffassungen und widersprüchliche Überzeugungen zu Tage treten. Deshalb müssen wir uns stets um einen Konsens im Fundamentalen bemühen, in dem, was wirklich grundlegend ist an der Botschaft Jesu vom Gottesreich. Es ist gut, sich bewusst zu machen, wo es bei strittigen Punkten eigentlich um Nebensächliches geht. Richard Rohr empfiehlt bei der Suche nach dem Wesentlichen den "Anfängergeist", der uns wie Kinder neugierig an eine Sache herangehen lässt. Das sei der beste Weg, "das verheißungsvoll Neue und Anziehende des Evangeliums zu entdecken". Mit diesem Anfängergeist können wir im Überlieferten den inneren Funken entdecken und nähren, damit wir auch heute eine zündende Botschaft zu verkünden haben.

 

Brigitte Glaab

 

Schön sind deine Namen

Mein erster Gedanke zum Thema Schönheit Gottes war der Refrain eines Liedes: "Du bist wie du bist, schön sind deine Namen…“. Das Wort Schönheit ist meines Erachtens sehr belastet von dem, was in unserer Gesellschaft, im Film oder in der Werbung unter Schönheit verstanden wird. Da geht es fast immer um Äußerlichkeiten und es werden Normen vorgegeben, wann ein Mensch als schön anzusehen ist.

 

Wenn wir von der Schönheit Gottes sprechen, sollte es um andere, um innere, um tiefere Werte gehen. Und genau die entdecke ich in dem von Friedrich Karl Barth verfassten und von Peter Janssens vertonten Text. Fern jeder dogmatischen Fixierung Gottes auf bestimmte Bilder, Hoheitstitel oder Namen beschreibt dieses Lied eine sehnsuchtsvolle Bewegung vom Wir zum Du. "Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit“. Genau besehen nennt Barth keine Namen Gottes.

 

Das tut er in guter biblischer Tradition. Auch Mose erfährt am brennenden Dornbusch keinen Namen, mit dem Gott sich selbst bezeichnet, sondern eine Beschreibung dessen, wie Gott ist: JHWH - Ich bin für euch da. So wählt auch der Autor des Liedtextes Bezeichnungen, die aussagen, wie Menschen Gott erfahren: als lebendig, barmherzig, wahrhaftig, gerecht, beständig, vollkommen.

 

Jeder Name, jede Anrufung Gottes, mit denen wir auch Menschen meinen könnten, wie zum Beispiel Vater oder Mutter, Herr, König oder Herrscher kann für manche oder gar viele Menschen mit einer negativen Erfahrung verbunden sein. Und damit wird ihnen möglicherweise der Zugang zu Gott erschwert. Bei den oben genannten Attributen sehe ich diese Gefahr nicht. Wenn wir Gott so erfahren und wenn wir hoffen, dass Gott uns so begegnet, dann können wir Antwort geben mit einer inneren Haltung oder Bewegung auf das Du Gottes hin: uns ausstrecken, trauen, öffnen, freuen, halten, sehnen.

 

Wenn alle, die diese Zeilen lesen, mitteilen würden, mit welchen Eigenschaftswörtern sie Gott beschreiben würden und wie sich ihre Bewegung auf Gott hin ausdrücken ließe, dann könnten wir dem Lied sicher noch einige Strophen hinzufügen.

 

"Du bist wie du bist“ – das öffnet einen weiten Raum für vielfältige Annäherungen an dieses unverfügbare Du, das wir Gott nennen. In der Vielfalt der unterschiedlichen Umschreibungen, Bilder und Namen zeigt sich die Schönheit Gottes. "Schön sind deine Namen. Halleluja – Amen“.

 

Brigitte Glaab

 


Der Geist, die Geistkraft und die Ruach Gottes

 

Ruach, du Atem Gottes,

 

durchströme mich mit deiner Kraft,

 

umwehe mich wie ein sanfter Wind,

 

erfülle mich mit deinem Licht.

 

Ruach, du Atem Gottes,

 

störe mich,

 

wecke mich auf,

 

ermutige mich,

 

leite und begleite mich.

 

 

(Brigitte Glaab)

 

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Der Geist, die Geistkraft und die Ruach Gottes
Ein Beitrag zum Pfingsfest verfasst von Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab
Der Geist, die Geistkraft und die Ruach
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Wir sind dabei! Herzliche Einladung!
Wir sind dabei! Herzliche Einladung!

Frohe Ostern!

Wir alle wünschen Dir und Ihnen frohe und gesegnete Ostertage,die Kraft und Freude der Auferstehung!

 

Der baf-Vorstand

 

 

 

Aufstand für das Leben

Die Auferstehung feministisch gedeutet

 

"Und die Frauen gingen hinaus und flohen von dem Grab, denn sie waren außer sich vor Zittern und Ekstase. Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk,16,8) So lese ich in der Bibel in gerechter Sprache von der Wirkung dessen, was die Frauen am leeren Grab erleben. Eine Lichtgestalt sagt ihnen, Jesus lebe und gehe ihnen voraus nach Galiläa. Ein Wechselbad der Gefühle, wie man es sich heftiger kaum vorstellen kann. Von der tiefen Trauer über den Tod des geliebten Menschen, der so viel Hoffnung gegeben hatte, zu einem Fühlen im Herzen, dass er lebt, man weiß nicht so recht wie, aber das Wie ist auch gar nicht wichtig.

 

In den sogenannten synoptischen Evangelien, bei Matthäus, Markus und Lukas, wird von den Frauen berichtet, die sowohl die Kreuzigung als auch die Grablegung beobachtet haben. Sie machen am Ostermorgen eine

 

Erfahrung, die sie vor lauter innerem Aufruhr oder Berührt-Sein zunächst einmal verstummen lässt und die ihnen laut Lukasevangelium nicht geglaubt wird. In allen Evangelien sind Frauen die ersten Oster-Botinnen, Botinnen vom Sieg des Lebens über den Tod und der Freude über die Trauer. Dabei nimmt Maria von Magdala im Johannesevangelium eine ganz besondere Stellung ein. Sie wird später von Augustinus die "Apostelin der Apostel“ genannt.

 

Am Anfang gab es nur Erfahrungsberichte. Menschen schilderten mit Bildern und mit den Worten, die sie dafür finden konnten, von ihren eigenen Empfindungen. Da kommt etwas innerlich in Bewegung, impulsive Freude und große Ergriffenheit erfüllen sie. Und da hinein kommt kurz vor der zitierten Markusstelle der Auftrag, es den anderen zu sagen: "Er geht euch voraus nach Galiläa“. Zurück an den Ort des Anfangs, zurück auch in ihren Alltag. Der Totgeglaubte ist auf eine wunderbare Weise höchst lebendig und weist ihnen den Weg zurück ins Leben, von der Trauer zur Freude und vom Gebeugt-Sein zum Aufrichten. Auferstehen ereignet sich mitten im Alltag. Feministische Theologinnen legen großen Wert darauf, dass die Auferstehungshoffnung sich nicht nur auf das beschränkt, was mit uns nach unseren Tod geschieht. Sie weisen auf die zahlreichen Heilungsgeschichten hin, in denen Menschen wieder aufstehen können, weil sie Heilung an Leib und Seele erfahren. Ulrike Metternich bemerkt: "Wer, wie sie, von der Kraft der Auferstehung schon in diesem Leben etwas gespürt hat, der weiß, ahnt, dass diese göttliche Kraft auch nach dem Tod wirksam bleibt.“

 

Für "Aufstehen“ und "Auf-er-stehen“ hat das griechische Neue Testament nur ein Wort. Mit einem "Alltagswort“ also wird uns von der Auferstehung Jesu berichtet. Die Botschaft ist: "Aufstehgeschichten sind Auferstehungsgeschichten“ und insofern gilt auch für uns Heutige, dass wir Erfahrungen der Auferstehung im Hier und Jetzt machen können, in unserem Galiläa.

 

Die traditionelle Auferstehungstheologie wird kritisch betrachtet, weil sie allzu oft dazu gedient hat, gerade die leidenden Menschen auf das Jenseits zu vertrösten. "Demgegenüber betonen feministische Theologinnen Auferstehung als nicht einfach zukünftige, sondern als gegenwärtige Erfahrung: als Auferstehung vor dem Tod“, so Doris Strahm. Es geht weniger um Glauben als Annahme und für wahr halten eines Glaubenssatzes. Entscheidend ist es, diese Erfahrung zuzulassen, sich ergreifen zu lassen, zu spüren wie die Lebendigkeit des Auferweckten auch mich in Inneren ergreift und lebendig werden lässt.

 

Gleichzeitig wird betont: Wir können Auferstehung nur dann glaubhaft verkünden, wenn wir bereit sind, uns heute am "Aufstand für das Leben“ zu beteiligen. Die Botschaft vom Leben gibt uns die Kraft und den Mut, uns für die Menschen einzusetzen, die in unserer Welt keine Chance haben, aufzustehen. Gerade Frauen betrifft das immer noch in großer Zahl. Mit ihnen können wir die schweren Lebenswege und die Trauerwege gehen, sie sollen wir an Orte begleiten, an denen sie spüren, dass Leben neu möglich ist.

 

Wir brauchen weniger Bekenntnisformeln und theologische Erklärungen und mehr tiefes Berührt-Sein von der Ahnung der Frauen am Ostermorgen. Ich fühle mich getragen von der Hoffnung, dass mein Leben nicht mit dem Tod endet, dass es ein wie auch immer geartetes anderes Leben gibt. Gleichzeitig bin ich bestärkt durch Auferstehungserfahrungen im Hier und Jetzt: Wo es weiterging, obwohl alles ausweglos schien. Wo der Stein schon weggewälzt war, über den ich mir so große Sorgen gemacht hatte. Wo ich miterleben darf, dass Menschen neue Hoffnung schöpfen und Kraft aus der tiefen Gewissheit, dass Jesus mitgeht wie bei den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Wo Menschen sich dafür einsetzen, dass anderen ein "Leben vor dem Tod“ ermöglicht wird. Wo ich berührt bin, wenn ich mich wie Maria aus Magdala beim Namen gerufen fühle und mir blitzartig "einfällt“, das ist Jesus! Wenn wir genau hinschauen, dann können wir an jedem Tag etwas entdecken, das uns Grund gibt, heute ein Fest der Auferstehung zu feiern.

 

Brigitte Glaab, Frauenseelsorgerin

 


Aufstehen und leben - Einladung zum baf Frauensonntag (29.04.18)

Aufstehen und leben – wer möchte das nicht? Das ist ja auch zunächst einmal der Normalfall. Wie selbstverständlich stehen wir jeden Morgen auf und gestalten unser Leben. Erst wenn wir etwa durch eine Krankheit ans Bett gefesselt werden, merken wir wie kostbar es ist, aufstehen und leben zu können.

 

Im Lukasevangelium lesen wir die Geschichte von der sogenannten „gekrümmten Frau“. Sie bleibt namenlos, wird ausschließlich durch ihre Krankheit definiert. Jesus aber sieht sie, spricht sie an und richtet sie auf. Wer hat nicht schon einmal am eigenen Leib erfahren, wie wunderbar es ist, sich nach einem Genesungsprozess wieder kraftvoll aufrichten zu können?

 

Mit der namenlosen Frau können wir uns identifizieren. Sie steht für Frauen und Männer, die sich gebeugt fühlen durch unterdrückende Strukturen, durch Krankheit oder auch dadurch, dass sie sich ausgeschlossen fühlen. Wie können solche Menschen wieder ins Leben kommen? Was hilft ihnen, sich aufzurichten? Jesus ist Meister darin, Menschen aufzurichten und ihnen Ansehen und Würde zu geben. Er schafft den Raum, in dem Menschen aufstehen können, ja in gewisser Weise auch auferstehen.

 

Diese Auferstehungserfahrung wollen wir mit Ihnen gemeinsam feiern und laden Sie herzlich dazu ein!

 

Unsere Vorlage, die wir Ende Februar an die Frauengruppen, Einzelmitgliedsfrauen und Pfarrerinnen und Pfarrer verschickt haben, bietet dazu Anregungen.

 

Wir freuen uns, wenn Frauen in den Gemeinden Verantwortung für den Gottesdienst übernehmen und sich so mit ihrer Präsenz, ihren Begabungen, ihrer Sprache und Sichtweise einbringen. Der Frauensonntag bietet die Gelegenheit, Themen aus der Sicht von Frauen in den Mittelpunkt zu stellen und ganzheitliche Impulse im Gemeindegottesdienst zu setzen.

 

Unser besonderes Anliegen ist der achtsame Gebrauch der Sprache. Wichtig dabei ist uns, dass die Gemeinschaft von Männern, Frauen und Kindern sowie Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen durch den Gebrauch einer sensiblen, inklusiven Sprache angemessenen Ausdruck findet. Darum haben wir uns in unserer Vorlage bemüht, in Liedern, Gebeten, Texten und Übertragungen auf eine einseitige Festlegung Gottes auf männliche Bilder zu vermeiden.

 

Die Eucharistiefeier am Frauensonntag hat sich seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1920 von einem Gottesdienst über Frauen zu einem Gottesdienst von Frauen für die ganze Gemeinde gewandelt. Sie wurde zum Zeichen für die Fähigkeit zum Aufbruch und zur Entwicklung in unserer Kirche.

 

Wir freuen uns, wenn Sie uns ihre Erfahrungen zum Frauensonntagsgottesdienst rückmelden wollen.

 

Wir wünschen Ihnen und uns allen einen erfahrungsreichen, lebendigen Gottesdienst am 29. April 2018.

 

Brigitte Glaab und Lydia Ruisch

 


Weltgebetstag 2018

Am morgigen Freitag (2. März) wird der Weltgebetstag gefeiert und Frauen aus unseren Gemeinden beteiligen sich! 

 

Ganz neu wurd eine Social-Media-Wall rund um den Weltgebetstag eingerichtet. Schaut doch mal rein: https://walls.io/weltgebetstag

 

Mehr erfahrt Ihr auch hier.

 


baf-Vorstandsarbeit

Der baf-Vorstand hat sich in seiner neuen Zusammensetzung vom 15.02.-18.02.18 in Ritschweier zur ersten Sitzung im neuen Jahr getroffen.

Mit von der Partie war auch die neue Frauenseelsorgerin, Brigitte Glaab, die den ersten Tag als "Oasentag“ zur Stärkung und Unterstützung der Vorstandsfrauen gestaltet hat. Bei all den Tops, die dann folgten - von Frauensonntag über Flyer und Frauenseelsorgerin, Öffentlichkeitsarbeit und Synode, Termine und Mitgliederverwaltung, Satzung und Finanzen, WGT, Christinnenrat und ÖFCFE bis zur Planung der nächsten Jahrestagung - konnten die ehrenamtlich engagierten Vorstandsfrauen das sicherlich gut gebrauchen und genießen. Es wird darüber sicher noch weiter berichtet - auch wo und wie Brigitte Glaab ihre Arbeit in Zukunft weiter gestalten wird.

 


Weihnachtsgrüße

Frohe Weihnachten, liebe Freundinnen und Freunde und all ihrschönen Schwestern!

 

Die Geschichte, wie Gott durch ein kleines Kind auf die Erde kommt, berührt mich immer wieder sehr. Hilflos, nackt – als von Fürsorge und Liebe anderer abhängiger Säugling. Nicht als König oder Herrscher, der befiehlt, sondern als bedürftiges Kind. Angewiesen darauf, dass Menschen sich ganz in seinen Dienst stellen, es wahrnehmen und ihm geben, was es braucht. Ihm Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken. Nur so kann es zu einem Menschen heranwachsen, der gut für sich und andere sorgen kann.

 

"Das Kind in dir muss Heimat finden." So heißt nicht etwa ein Weihnachtsbuch, sondern ein Werk, das seit Monaten auf den vorderen Plätzen der Sachbuch-Bestsellerliste steht.

 

Dass wir selber noch dieses Kind in uns tragen, nein, eigentlich sogar das Kind sind, das wir einmal waren und das nicht immer einen guten, sicheren Platz gefunden hat, wird darin wunderbar beschrieben. Dieses Bild finde ich sehr hilfreich.

 

Wenn ich an Weihnachten in die Krippe schaue, erblicke ich manchmal genau das Kind, das ich einmal war und das, wenn ich ganz still werde, zu mir spricht und sagt:

Sieh her: ich bin traurig und ängstlich. Ich war manchmal so allein und es war so schwer und dunkel. Für mich war oft kein Platz in der Herberge, nicht genug Raum für all meine Gefühle und das, was ich gebraucht hätte.

Sieh mich, hör meine Trauer, spüre meine Angst. Tu nichts, sondern sei einfach da.

Sei da und tröste mich, wie du ein trauriges oder ängstliches Kind in die Arme nehmen und es halten würdest.

 

Dieses Kind lebt wohl in jedem von uns und möchte in seiner Schönheit und Lebendigkeit ebenso gesehen werden wie in seinen Bedürfnissen. Wie sehr rührt es uns an, wenn wir ein Kind trösten und nähren können, wenn es uns dann ruhig und zufrieden anschaut, friedlich einschläft oder voller Freude erleichtert aufjauchzt.

 

Als Kind habe ich für jede gute Tat in der Adventszeit einen Strohhalm in die Krippe legen dürfen, um das Bett für das Jesuskind weich und warm zu machen. Wie froh und stolz war ich, wenn es an Weihnachten auf einem weichen, dicken Lager gebettet war!

 

 

Liebe Freundinnen, schöne Schwestern und liebe Freunde,

das wünsche ich uns:

Dass wir in dieser dichten Beziehung zu anderen und zu uns selbst die Schönheit des Menschseins erleben dürfen. Dass wir lernen dürfen, uns selbst liebevoll zu begegnen und zuzuhören, genauso wie den Menschen, die mit uns unterwegs sind.

Lasst uns einander solche Geschenke machen!

 

Dankbar erinnere ich mich an unser gemeinsames Unterwegssein im baf, wo wir uns in verschiedenen Zusammenhängen begegnet sind und miteinander in Beziehung sind.

Es ist ein großer Reichtum, den wir miteinander erleben dürfen!

Wir freuen uns über unsere neue Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab, über ein intensives baf-Wochenende, über eine inspirierende Jahrestagung und viele kleine und große Begegnungen. Über tätige Mithilfe, über alle Spenden und alle Beiträge, die zeigen, dass wir gemeinsam Schritt für Schritt unterwegs sind auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen.

 

Wir wünschen Ihnen und Euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit: das warme Licht der Weihnacht und der Segen des kleinen Kindes möge alles liebevoll bescheinen und unser Herz warm, weich und lebendig werden lassen in uns.

Möge die Zuversicht und die Hoffnung stetig wachsen, dass wir miteinander auf einem guten Weg sind und alle Herausforderung gemeinsam bestehen können.

 

Mit dem "Segen des göttlichen Kindes" grüßen wir als baf-Vorstand Sie und Euch sehr herzlich und wünschen alles Gute und ein freud- und friedvolles 2018!

 

Lydia Ruisch

 


Berichte und Fotos zur Jahrestagung 2017 sind online

Der Bericht über die Einführung von Brgitte Glaab zur Frauenseelsorgerin, die Bildergalerie und der Bericht zur baf-Jahrestagung sind 2017 online. Sie finden Sie hier.

 


"Stifte machen Mädchen stark" - Aktion des Weltgebetstags

Stifte machen Mädchen stark!
Von Helsinki bis ins Allgäu beteiligen sich bereits Menschen an der großen Sammel-
Aktion des Weltgebetstags zugunsten syrischer Flüchtlingsmädchen.
Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen: Darum geht es bei der großen
"Stifte machen Mädchen stark“-Aktion des Weltgebetstags. Seit Sommer 2017 haben sich bereits mehr als 230 Sammelstellen in ganz Deutschland gegründet. Kirchengemeinden, Kindergärten, Firmen und Familien – alle machen mit. Denn: Zum Stark-werden braucht es Bildung!
Seit Kriegsbeginn in Syrien sind über eine Million Menschen ins Nachbarland Libanon geflohen.
Unter ihnen sind 400.000 Kinder im Alter zwischen fünf und siebzehn Jahren. Zwei Drittel von
ihnen haben seit Jahren kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen. Die Mitarbeiter*innen von
"Beit el-Nour“ (dt.: "Haus des Lichts und der Hoffnung“) engagieren sich in dieser scheinbar
aussichtslosen Lage. Der Partnerorganisation des Deutschen Weltgebetstagskomitees war
schnell klar, dass den Familien mit Nahrung, Kleidern und Medizin allein nicht geholfen ist.
Lernen und Therapie geben 200 Mädchen wieder Hoffnung
Innerhalb kürzester Zeit stellte das Team von "Beit el-Nour“ ein Bildungs-Programm auf die
Beine. Rund 200 Mädchen können dank dieser Arbeit zur Schule gehen und in ruhiger
Umgebung lernen. Für ein paar Stunden am Tag können die Kinder so Elend und
Perspektivlosigkeit im Flüchtlingslager hinter sich lassen. Krieg, Terror und Flucht haben die
meisten der Mädchen schwer traumatisiert. Bei "Beit el-Nour“ erhalten sie sozial-pädagogische
und therapeutische Begleitung.
Das Deutsche Weltgebetstagskomitee arbeitet bereits seit 2003 mit "Beit el-Nour“ zusammen und unterstützt deren wichtige Arbeit nun mit der Aktion "Stifte machen Mädchen stark“. Dafür werden deutschlandweit gebrauchte Schreibgeräte gesammelt. Normalerweise landen diese im Restmüll und werden nicht umweltgerecht entsorgt.

Erste Erfolgsmeldungen
Die Recyling-Firma Terracyle hat sich auf schwer recycelbaren Abfall spezialisiert und überweist
dem Weltgebetstag pro Stift einen Cent als Spende. Für 450 Stifte kann so zum Beispiel ein
Mädchen mit Schulmaterial ausgestattet werden.
Viele Menschen in ganz Deutschland machen bereits mit. 230 Sammelstellen haben sich schon
registriert. Bei der Recycling-Firma gingen zu Gunsten des Weltgebetstags bereits 75 kg Stifte
ein. Weitere Großlieferungen sind angekündigt.


Gemeinsam mehr erreichen
Wer mehr erfahren möchte oder sich mit anderen Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Firmen,
Vereinen und Co. aus der Umgebung zusammentun möchte, meldet sich am besten direkt beim
Deutschen Weltgebetstagskomitee:
Astrid Donata Meier, Aktionen und Kampagnen
Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
Telefon: 0911- 68 06-309
E-Mail: stifte@weltgebetstag.de


Letzter Tag der Jahrestagung 2017

Nun ist die Jahrestagung schon wieder zu Ende und alle Teilnehmerinnen sind hoffentlich wohlbehalten nach Hause zurück gekehrt.

 

Es gibt noch einen Wechsel im Vorstand, der am Abend des dritten Tages den versammelten Frauen mitgeteilt wurde: Conny Eberhardt-Wickert muss aus beruflichen Gründen ihre Arbeit im Vorstand niederlegen. Heike Peschke aus Frankfurt rückt als gewähltes Ersatzmitglied in den Vorstand nach.

 

Am Sonntagmorgen feierten wir gemeinsam mit unserer Frauenseelsorgerin Brigitte Glaab einen bewegenden Gottesdienst.

 

Nun freuen wir auf die Jahrestagung 2018 vom 18. bis 21. Oktober in Schmerlenbach!

Dritter Tag der Jahrestagung 2017

Mit dem täglichen Morgengebet sind wir gestartet, um uns dann mit den von Lydia und Sabine vorbereiteten Impulsen nochmal ganz anders mit dem Thema "Aufstehen und leben" auseinanderzusetzten.
Am Nachmittag folgten die Neigungsgruppen und am Abend der Feierabend mit Quatschen, Singen, Tanzen, Lachen...

Zweiter Tag der Jahrestagung 2017

Thematisch haben wir den ganzen Tag mit der Theologin Ulrike Metternich gearbeitet und viele, neue Erkenntnisse gewonnen...
Am Abend wurde dann Brgitte Glaab als erste Frauenseelsorgerin offiziell begrüßt und mit vielen guten Wünschen begleitet. Von einer Teilnehmerin bekam sie die unten im Foto zu sehende Figur einer Hirtin geschenkt. Ein schönes Symbol!

Erster Tag der Jahrestagung 2017

"Aufstehen und leben" - unter diesem Motto sind Frauen aus den unterschiedlichsten Gemeinden unserers Bistums zusammen gekommen: Von Rosenheim bis Wilhelmshaven - von Aachen bis Berlin.

Eine bunte Mischung von jung und alt trifft sich auch dieses Jahr wieder im schönen Tagunshaus in Schmerlenbach (bei Aschaffenburg) und setzt sich mit dem oben genannten Thema auseinander. Hier ein paar wenige Eindrücke vom ersten Abend, der mit dem willkommen heißen aller Teilnehmerinnen, einer Einführung ins Thema und ein paar liebgewonnenen Ritualen begann.