Frauensonntag

Gottesdienst am 14. Mai 2017

"Die Enge meines Herzens mache weit“

unter diesem Motto stand die letztjährige Jahrestagung des baf (Bund alt-katholischer Frauen).

Mit Ester, einer Frauengestalt aus dem ersten Testament, machten sich Frauen miteinander auf den Weg, nachzuspüren, was ihnen Angst macht und das Herz eng.

 

Angst aushalten und damit umgehen und vor allem dann auch entdecken, was uns Mut macht, was uns hilft, von der Angst zum Vertrauen zu kommen und zur Weite des Herzens.

Das soll auch das Thema dieses Gottesdienstes am 14 Mai 2017 sein.

Wir dürfen vor Gott alles hintragen, was uns mutlos macht oder sogar verzweifeln lässt.

Wir dürfen da sein mit all unseren Unsicherheiten und unserem verängstigten Herzen.

Und wir sind eingeladen, zu vertrauen, dass Gott längst da war und ist, um uns zu stützen und Mut zu machen, denn Gott macht die Enge unseres Herzens weit.

 

Ester war in der Fremde und bekam große Angst als sie von einem Mordkomplott gegen den König erfuhr und davon, dass ihr Volk, die Juden, ausgerottet werden sollte. Aber sie überwand ihre Angst, bat das Volk um Gebet und Fasten als Vorbereitung für ihren schweren Weg. Sie war sich sicher, Gott plant, lenkt, handelt. So glaubend und vertrauend konnte sie mutig handeln und Schritte ins Offene tun, und zwar in der Gewissheit: Gott ist da und ist treu.

 

Wir laden Sie alle ein, diesen Gottesdienst in Verbundenheit mit uns zu feiern und Gott für allen Beistand und alles Mutmachende zu danken.

 

Frauensonntag im Deutschen Bistum

Die Eucharistiefeier am Frauensonntag hat sich seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1920 von einem Gottesdienst über Frauen zu einem Gottesdienst von Frauen für die ganze Gemeinde gewandelt. Sie wurde zum Zeichen für die Fähigkeit zum Aufbruch und zur Entwicklung in unserer Kirche.

 

Für baf-Frauengruppen oder auch Frauen, die sich spontan zusammenfinden, um den "Frauensonntag" zu gestalten, ist dies zum einen eine Gelegenheit, Verantwortung für das liturgische und pastorale Leben in der Gemeinde zu übernehmen. Zum anderen bietet dieser Sonntag auch die Möglichkeit, spezifische Frauenthemen im Gottesdienst zur Sprache zu bringen. Mit dieser Feier, die am selben Tag im ganzen Bistum begangen wird, erfahren wir ein Stück Solidarität und Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern. Im Gottesdienst des Frauensonntags sind daher kreative Elemente und besondere Bausteine nicht nur geduldet, sondern auch bei der Auswahl von Lesungstexten und Liedern, sowie der Gestaltung von Predigt, Fürbitten, eingefügten szenischen oder getanzten Elementen erwünscht.

 

Frauen und Gottesdienst

Im Gebet und Gottesdienst geht es uns um die Suche nach unmittelbarer Nähe zu Gott. Diese Nähe erfahren Frauen anders als Männer. Ihre unterschiedlichen Lebenserfahrungen sollen sich auch in der Sprache artikulieren, so, dass Frauen auch benannt werden. Doch es geht nicht nur um eine frauengerechte Sprache. Die Gottesanrede Herr sollte ursprünglich Gott über alle Herren dieser Welt stellen. Der ursprüngliche Sinn dieser Anrede wird heute aber nicht mehr verstanden. Die Anrede Herr rückt Gott eher in die Ferne. Wonach wir uns aber sehnen, das ist Gott in unserer Nähe. Gott ist bei uns, wenn wir Angst haben, Gott ist bei uns wenn wir mutig sind. So soll die Sprache des Gottesdienstes Gedanken und Herzen der Menschen öffnen, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Befreiung entstehen lassen. Sprache und Inhalt des Gottesdienstes müssen stimmig sein. Seit vielen Jahren bemühen sich Frauen und Männer in der Kirche um eine gerechte Sprache.

 

Was wir einander wünschen können, ist, dass Frauen und Männer aufeinander hören, miteinander beten und singen und gemeinsam von Gott erzählen können.

(Nach Heidi Rosenstock)

 

Diesem Wunsch kann ich mich nur aus ganzem Herzen anschließen und so wünsche ich eine schöne und gesegnete Feier am Frauensonntag.

 

 Anneliese Harrer

 

 

Warum feiern wir den "Frauensonntag"?

Für baf-Frauengruppen oder auch Frauen, die sich spontan zusammenfinden, um den "Frauensonntag" zu gestalten, ist dies zum einen eine Gelegenheit, Verantwortung für das liturgische und pastorale Leben in der Gemeinde zu übernehmen. Zum anderen bietet dieser Sonntag auch die Möglichkeit, spezifische Frauenthemen im Gottesdienst zur Sprache zu bringen. Mit dieser Feier, die am selben Tag im ganzen Bistum begonnen wird, erfahren wir ein Stück Solidarität und Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern. Im Gottesdienst des Frauensonntags sind daher kreative Elemente und besondere Bausteine nicht nur geduldet, sondern auch bei der Auswahl von Lesungstexten und Liedern, sowie der Gestaltung von Predigt, Fürbitten, eingefügten szenischen oder getanzten Elementen erwünscht.

  

Ein besonderes Augenmerk kann dabei vor allem auf der Verbindung von überlieferten biblischen Texten und Erzählungen mit der Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern heute sein. Der Frauensonntag bietet überdies die Möglichkeit, einmal als Frauengruppe in der Gemeinde sichtbar und wahrgenommen zu werden.

 

Die Eucharistiefeier am Frauensonntag hat sich seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1920 von einem Gottesdienst über Frauen zu einem Gottesdienst von Frauen für die ganze Gemeinde gewandelt. Sie wurde zum Zeichen für die Fähigkeit zum Aufbruch und zur Entwicklung in unserer Kirche.

 

Überlegungen zum Frauensonntag von Mariette Kraus-Vobbe, 2009

 

 

Frauen und Liturgie – das ist ein weithin unaufgearbeitetes Thema in allen kirchlichen Traditionen. Lesen Sie hierzu den Artikel von Angela Berlis:

 

Frauensonntag – die Geschichte eines liturgischen Aufbruchs...